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Die eigentliche Crash-Gefahr: Warum wir unsere Angst am meisten fürchten müssen

Viele Anleger blicken mit Sorge auf die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten, gerade in den USA. Ihre Argumente sind schlüssig: gestiegene KGVs, geopolitische Unsicherheiten, Handelskonflikte, die immer noch nicht gebändigte Inflation – das ist ein gefährliches Gemisch. Aber folgt daraus zwingend, dass ein Crash kommen wird? Die Geschichte zeigt, dass nicht jede Phase ambitionierter Bewertungen im Kursdesaster enden muss. Es gibt stille Bewertungskorrekturen, etwa durch Underperformance oder steigende Gewinne, die die teuren Kurse ohne Crash zurückholen. Oder aber die Korrektur kommt – und fällt dann kurz und im Ergebnis harmlos aus.

Zwischen 2014 und 2016 waren US-Wachstumsaktien auch schon hoch bewertet. Es folgte eine kurze Phase der Value-Outperformance, die aber an der langfristigen Tech-/AI-Hausse bis heute nicht viel geändert hat. Die Korrektur 2022 war real, wurde aber vom AI-Hype 2023 abgelöst, der ein klassisches Marktportfolio bis heute trägt. In Europa wurde die Outperformance gegenüber US-Aktien in den 1980er-Jahren von einer durchaus erträglichen Underperformance gegenüber US-Aktien in den 1990er-Jahren abgelöst. Sogar der schärfste Crash der modernen Zeit, die Corona-Panik, hatte nach nur vier Wochen den Höhepunkt erreicht – ab Ende März 2020 stiegen die Kurse rasant an. Viele Anleger, auch prominente Fondsmanager, brauchten Monate, bis sie wieder einigermaßen voll investiert waren. Die entgangene Rendite belastet die Bilanz iherer Fonds noch heute.

Die größte Gefahr für Anleger liegt nicht im Crash, sondern in der Erwartung eines solchen. Wer aus Angst vor dem großen Einbruch aus dem Markt aussteigt, läuft Gefahr, die besten Börsentage zu verpassen. Gerade nach Korrekturen geht es steil bergauf. Wer am Spielfeldrand verharrt, verpasst die besten Marktphasen. Das bringt mich zum größten Anlegerrisiko überhaupt: das Risiko, seine finanziellen Ziele nicht zu erreichen – übertriebene Vorsicht ist dabei oft ein größeres Problem als ein Harakiri-Anlagestil.

Disziplin und Ausdauer sind Schlüssel zum Anlegeerfolg. Wer in Erwartung des Crashs frühzeitig aussteigt, findet oft nicht wieder den Einstieg und verzichtet auf wertvolle Rendite. Langfristige Anleger schützen sich durch Diversifikation vor den schlimmsten Folgen eines Crashs – nicht durch Abstinenz.

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Autor

  • Ali Masarwah ist Fondsanalyst und Geschäftsführer von envestor. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Fonds und ETFs, zuletzt als Analyst beim Research-Haus Morningstar.

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