Als Envestor können Sie das Morningstar Sterne Rating Ihrer Fonds abrufen. Ihre Fonds können dabei von 1 bis 5 Sterne haben. Je mehr Sterne desto besser. Doch was steckt genau dahinter?

Beim Morningstar Sterne Rating wird die Performance von Investmentfonds unter Berücksichtigung von Kosten und Risiken bewertet. Ziel ist es Fonds mit gleichen oder ähnlichen Anlagezielen miteinander zu vergleichen. Das Rating vergleicht also immer Fonds, die der gleichen Kategorie, wie zum Beispiel deutsche Aktienfonds oder internationale Rentenfonds, miteinander. Wichtig dabei ist, dass nicht alleine die erzielte Rendite in das Rating miteinfließt, sondern auch berücksichtigt wird, wieviel Risiken zur Erzielung der Rendite eingegangen wurde und welche Kosten der Fonds aufweist. Die Rating-Methodik belohnt also Fonds mit guter Rendite bei vergleichsweise niedrigem Risiko und geringen Kosten. Im Kern werden also die Kriterien berücksichtigt, die für uns als Anleger in Investmentfonds relevant sind.

Die Sterne werden wie folgt vergeben:

Top 10%                         *****
Folgende 22,5%             ****
Mittlere 35%                   ***
Folgende 22,5%             **
Flop 10%                        *

 

Interessant ist auch, dass das Rating auf europäischer Ebene vergeben wird und nicht nur Fonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind, berücksichtigt werden. Das heißt, die Bewertungen finden in einem sehr anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld statt.

Die Methodik existiert schon seit über 30 Jahren, wird fortlaufend weiterentwickelt und hat sich seither zu einer Art Industriestandard entwickelt. Dennoch gibt es immer wieder Fonds, die gar kein Morningstar Sterne Rating aufweisen. An was kann das liegen?

  • Dies kann zum einen daran liegen, dass der Fonds noch zu jung ist. Für solche Fonds mit einer sehr kurzen Historie ist kein wirklich aussagekräftiges Rating berechenbar. Daher werden nur Fonds berücksichtigt, die mindestens 3 Jahre existieren.
  • Zum anderen daran, dass der Fonds einen sehr speziellen Anlagestil verfolgt und daher nicht so ohne weiteres mit anderen Fonds vergleichbar ist. In einem solchen Fall wäre das Sterne Rating einfach nicht aussagekräftig genug.

Beachten Sie also, dass KEINE Sterne kein negatives Rating bedeuten, sondern einfach aus den oben genannten Gründen keine Sterne vergeben werden konnten.

 

Wie sollte man das Morningstar Sterne Rating als Envestor einsetzen?

Das Rating gibt einen hervorragenden, schnellen Überblick darüber, wie sich ein Fonds unter den Aspekten Rendite, Risiko und Kosten im Vergleich zu seinen Wettbewerbern geschlagen hat. Dennoch muss einschränkend gesagt werden, dass sich all die Analysen auf Daten aus der Vergangenheit beziehen. Und Informationen aus der Vergangenheit können nicht so ohne weiteres in die Zukunft fortgeschrieben werden. Dies weiß natürlich auch Morningstar als Weltmarktführer im Bereich Fondsresearch und bietet daher in Ergänzung zum Sterne-Rating ein weiteres Research-Format an. Nämlich das Morningstar Analyst Rating. Hier werden Fonds von Fondsanalysten auf Herz und Nieren geprüft und eine zukunftsgerichtete Einschätzung der Fonds erstellt. Die gute Nachricht ist, dass Sie als Envestor auch hierauf Zugriff haben.

Wie das Morningstar Analyst Rating funktioniert, erfahren Sie in Kürze auf http://www.envestor.de.

 

 

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