Bond-ETFs weisen nach Kosten eine negative Rendite auf

Der negative Zins hat auch Bonds-ETFs erreicht: Infolge der Corona-Panik sind die Anleihezinsen massiv gefallen. Aus diesem Grund bieten einige der größten und beliebtesten Bond-ETFs nach Abzug von Gebühren praktisch eine Verlustgarantie. Die Portfoliorendite des 2,6 Milliarden Euro schweren iShares Core € Govt Bond ETF etwa liegt aktuell bei -0,09 Prozent (Stand: 3. März 2020). Nach Abzug der Totel Expense Ratio in Höhe von momentan 0,09 Prozent steigt damit der zu erwartende annualiserte Verlust für die Anleger auf fast 0,2 Prozent.

Auch die Effektivverzinsung des über 2 Milliarden Euro großen iShares Euro Aggregate Bond ETF ist negativ. In seinem Fall beträgt sie 0,02 Prozent. Zieht man die Kosten von 0,25 Prozent ab, summiert sich die zu erwartenden Negativrendite auf fast 0,3 Prozent. Nicht viel besser ergeht es dem 3,4 Milliarden schwere Eurozone Government Bond ETF von DWS xtrackers. Auch er dürfte nach Kosten mittlerweile mit negativer Rendite ausweisen. Das Problem: Vielen Anlegern von Bond-ETFs dürften die drohenden Strafzinsen nicht bewusst sein.

Kursrisiken von Bond-ETFs steigen massiv

Noch schmerzhafter als die schleichende Minderung des Vermögens durch die negative Verzinsung wäre für die ETF-Anleger jedoch ein plötzlicher Zinsanstieg. Infolge des Zinsrückganges der letzten Jahre haben die Zinsänderungsrisiken massiv zugenommen, wie sie in der so genannten Duration zum Ausdruck kommen. Die Duration des iShares Core € Govt Bond ETF beträgt aktuell 8,5 und die des iShares Euro Aggregate Bond ETF 7,5. Das bedeutet, sollten die Zinsen plötzlich um 1 Prozent steigen, würde das geschätzt zu Kursverlusten von etwa 8,5 Prozent bzw. 7,5 Prozent führen. Negativrenditen plus massive Kursrisiken – für die Anleger von Bond-ETFs sind das überaus düstere Aussichten. (Alle Daten per 03.03.2020)

Weitere Informationen zu den Fonds finden Sie bei iShares und xtrackers, zur Duration bei DWS.

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