Fondskosten Sterne Ratings

Cashback. ETF-Portfolios. Beratung.
Envestor hilft Ihren Finanzen auf die Sprünge!
HIER TERMIN VEREINBAREN

Fondskosten können Fonds Sterne-Ratings kosten

Fondskosten drücken auf die Erfolgsbilanz von Anlageprodukten- wie stark hängt aber von Anleger zu Anleger ab. Wir zeigen im ersten Teil unserer Serie zu Fondstranchen anhand des Morningstar‑Sterne‑Ratings die Dimensionen auf – und verraten Anlegern, wie sie sich die Kosten von Fonds teilweise erstatten lassen können und damit ihre persönliche Rendite aufpeppen.

Ich tue das nur sehr ungern, muss aber meiner Oma an einem Punkt entschieden widersprechen. Diskussionen um Anschaffungen hatte sie stets eingeläutet mit der Behauptung: „Was nichts kostet, ist auch nichts!“. Doch bei Fonds ist das so. Anleger sollten eher nach dem Motto „Geiz ist geil!“ verfahren (sorry, Oma!). Ich stelle die pauschale These auf, dass günstige Fonds besser sind als vergleichbare teure Fonds. Das gilt für ETFs im Kleinen und für aktiv verwaltete Fonds ganz besonders. Bei aktiv verwalteten Fonds sind die Gebühren nicht nur absolut hoch, sondern es gibt zwischen den Fonds sehr große Kostenunterschiede. Das ist alles nicht neu, aber wenige Anleger dürften wissen, dass es auch auf der Ebene einzelner Fonds große Kostenunterschiede gibt.

Fondskosten: Wie Privatanleger benachteiligt werden

Wie kann das sein? Ein Fonds ist nämlich nicht einfach „ein Fonds“, sondern unter Umständen 30 oder 40 oder mehr. Die meisten Fonds haben verschiedene Tranchen (auch: Share Classes). Sie können währungsgesichert oder ungesichert sein, ausschüttend oder thesaurierend oder aber für institutionelle Anleger und für Privatanleger. Die Anteilsklassen für institutionelle Anleger sind in der Regel sehr günstig, die für Privatanleger mitunter ziemlich teuer. Beide dieser Tranchen haben jeweils eigene Wertpapierkennnummern. Das macht sie in der Praxis zu unterschiedlichen Fonds.

Damit ist auch ein Argument von Vertretern der Fondsindustrie abgeräumt, die geltend machen, dass gute Arbeit nun einmal Kosten verursache. An sich ist das ein berechtigter Hinweis: Wenn ein Fondshaus viel Personal für Research und das Fondsmanagement vorhält, ist das teuer. Insbesondere in Nischenmärkten wie Frontiermärkten oder bei komplexen Strategien (CLOs, EM Debt) müssen Fondsmanager mitunter sehr viel Arbeit aufwenden. Faktisch ist es aber so, dass die oft über Gebühr teuren Kosten der Privatanleger‑Versionen eines Fonds die sehr niedrigen Kosten der institutionellen Tranchen quersubventionieren. Diese Ungleichbehandlung spiegelt sich in den höchst unterschiedlichen Gebührenstrukturen und hat entsprechende Folgen für die Performance.

Die unterschiedlichen Gebühren haben Folgen für die Performance und spiegeln sich in Fonds‑Ratings wider. Wir wollen für unsere Ausführungen das beliebte Morningstar‑Sterne‑Rating verwenden. Oft haben Fondstranchen für institutionelle Anleger Fünf‑Sterne‑Ratings von Morningstar und die Tranchen für Privatanleger vier oder drei oder manchmal sogar nur zwei Sterne. Fonds für Institutionen können sehr günstig sein, wohingegen Fonds für Privatanleger oftmals sehr teuer sind.

Morningstar-Rating für Kosten-Transparenz

Jetzt muss man wissen, dass Morningstar, das prominente Analysehaus, Fonds und ETFs homogenen Kategorien zuordnet, sie anhand von Risiko‑ und Renditekennzahlen bewertet und mit Sterne-Ratings rankt. Die Skala reicht von einem Stern für sehr schlecht bis fünf Sterne für sehr gut.

Für Anleger und Analysten von Vorteil ist, dass Morningstar die Ratings nicht auf Fondsebene vergibt, sondern auf der Ebene einzelner Fondstranchen. Mit anderen Worten: Es wird exakt dieselbe Anlagestrategie bewertet, aber mit jeweils unterschiedlichen Gebühren – je nach Tranche. Wenn alle anderen Bedingungen gleich sind, können Anleger sehr gut nachvollziehen, was Fondskosten mit der Qualität eines Fonds machen.

Die Güte eines Fonds bemisst sich einzig und allein an seiner Rendite relativ zu anderen Fonds der identischen Kategorie (korrekter formuliert: an der risikobereinigten Rendite). Hier zitieren wir gerne Altkanzler Helmut Kohl, der einmal mit Blick auf die Effektivität von Politik sagte: Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Das gilt auch für Fonds.

Eine Strategie, drei Tranchen, drei Ratings

Anhand der unteren Tabelle lassen sich die Folgen unterschiedlicher Kosten ablesen. Beim Mischfonds Allianz Income and Growth kostet eine Privatanleger‑Tranche 2,3 Prozent an Gebühren pro Jahr. Das bringt ein Drei‑Sterne‑Rating. Die institutionelle Tranche des Fonds kostet nur 0,85 Prozent und kommt dank dieses Kostenunterschieds auf ein Vier‑Sterne‑Rating.

Auch bei Aktienfonds führen unterschiedliche Kosten zu unterschiedlichen Ratings. Beim Pictet Water finden sich sogar drei Rating‑Stufen: Die P‑Tranche für Privatanleger hat ein unterdurchschnittliches Zwei‑Sterne‑Rating, wohingegen die günstigste Tranche ein Vier‑Sterne‑Rating hat. Das ist auch der Fall beim Schroder ISF Emerging Markets. Die B‑Tranche kostet 2,43 Prozent pro Jahr und hat ein Drei‑Sterne‑Rating, die I‑Tranche kostet dagegen nur 0,05 Prozent und weist das bestmögliche Rating von fünf Sternen auf.

Fondskosten Ratings

Laufende Kosten in Prozent und pro Jahr, Stand der Daten: 31.1.2026

Besonders eklatant ist die Wirkung unterschiedlicher Gebührenstrukturen bei Anleihenfonds, weil hier die Renditen im Vergleich zu Aktienfonds nicht in den Himmel wachsen, sondern von der Portfoliorendite bestimmt werden. Wenn ein Portfolio mit vier Prozent rentiert, dann macht es einen Riesenunterschied, ob die Gebühren bei 1,5 Prozent oder 0,5 Prozent liegen. Im ersten Fall erwirtschaftet die Fondstranche real nur etwas mehr als eine schwarze Null, im zweiten springt real immerhin ein Plus von knapp einem Prozent heraus.

Fazit: envestor ist der Retter der Renditen

Wie lösen Anleger das Kosten‑Dilemma auf? In Teilen sind sie folgerichtig und erfolgreich auf den ETF‑Zug aufgesprungen. In manchen Kategorien sind günstige Indexfonds die beste Lösung, etwa bei den Kategorien Aktien Europa und Aktien USA. Wenn ein ETF nur 0,05 Prozent kostet, ist es mitunter egal, ob bei einem vergleichbaren aktiv verwalteten Fonds Kosten von 1,5 bei Tranche A und 1 Prozent bei Tranche F anfallen. Dann ist passiv einfach besser.

Doch es gibt genug Beispiele, wo die Entscheidung, auf den ETF‑Zug aufzuspringen, zwar folgerichtig gewesen sein mag, aber eben leider nicht erfolgreich. Diversifizierte Euro‑Anleihen‑ETFs haben sich als Performance‑Zerstörer 2022 erwiesen. Langfristig bleiben auch in Segmenten wie Aktien Emerging Markets, Nebenwerten, Frontiermärkten und Hochzinsanleihen ETFs hinter aktiv verwalteten Fonds. Wie sollten Anleger mit dem Kosten‑Dilemma von Retailfonds umgehen?

An dieser Stelle wollen wir ganz unbescheiden das Geschäftsmodell von envestor ins Spiel bringen: Egal ob in der Portfolioberatung oder bei der beratungsfreien Verwahrung von Fonds zahlen wir die Bestandsprovision von Fonds gegen eine Service‑Gebühr zurück. Wir haben in einer groß angelegten Untersuchung festgestellt, dass die Erstattung von Bestandsprovisionen, die in den laufenden Gebühren für Anleger oft unsichtbar versteckt sind, einen sehr großen Unterschied machen kann. Mitunter kann der envestor‑Cashback aus einem Underperformer einen Outperformer machen, auch dann, wenn man unsere Service‑Gebühr abzieht. Besonders effektiv wirkt der envestor‑Cashback, wenn die Vertriebsgebühren sehr hoch sind. Was früher ein leistungsloses Einkommen für Direktbanken und nicht arbeitsaffine Berater war, können Anleger dank envestor für sich einstreichen.

Werden die Bestandsprovisionen erstattet, bringt das der persönlichen Fondsrendite einen Performance‑Push, der es in sich haben kann. Eins können allerdings auch die schönsten Cashbacks nicht bewirken: Ist die Qualität des Anlageprozesses schwach, können auch die höchsten Cashbacks nicht aus einem schlechten Fonds einen guten machen. Und auch die institutionelle Tranche dieses Fonds bewegt unter Umständen nicht die Nadel. Günstig ist besser als teuer – aber ohne Substanz nützt auch der billigste Fonds nichts.

Die envestor-Expertise für Sie:

Sie sind neugierig auf den envestor Cashback geworden? Hier registrieren und unkompliziert mit wenigen Klicks Ihre Gebühren zurückholen.

Sie wollen wissen, wie wir Anlegerportfolios konstruieren und wetterfest machen? 

Ein unverbindliches Gespräch vereinbaren können Sie direkt online.

Mehr über den envestor Cashback, der Investieren günstiger macht, als es Ihre Bank erlaubt, erfahren Sie hier.

Autor

  • Ali Masarwah ist Fondsanalyst und Geschäftsführer von envestor. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Fonds und ETFs, zuletzt als Analyst beim Research-Haus Morningstar.

    Alle Beiträge ansehen
Nach oben scrollen