Klumpenrisiken in Fonds und ETFs nehmen weiter zu. Die sieben FANGMAN-Aktien sind die dramatischste Ausprägung dieser Gefahr: Nie zuvor war die globale Marktkapitalisierung in so wenigen Aktien konzentriert. Anleger sollten ihre Portfolios dringend überprüfen und gegebenenfalls über breitere Diversifikation nachdenken.

Bereits Ende Februar hatten wir vor den sich in ETFs und Fonds aufbauenden Klumpenrisiken gewarnt. Seitdem ist das Problem eher noch gewachsen und das Klumpenrisiko hat einen eingängigen Namen bekommen: FANGMAN. Die Abkürzung steht für die sieben wertvollsten Technologieunternehmen Facebook, Apple, Nvidia, Google (Alphabet), Microsoft, Amazon und Netflix. Infolge des Booms der letzten Jahre sind diese Unternehmen zusammen mittlerweile über sieben Billionen US-Dollar wert, was einer Bewertung mit dem über 40-fachen Jahresgewinn entspricht. Diese enorme Bewertung macht sie einerseits für Rückschläge anfällig, gleichzeitig aber nehmen die sieben Aktien ein immer größeres Gewicht in populären ETFs oder Fonds ein.

Das größte Klumpenrisiko aller Zeiten

Nie zuvor war soviel Marktkapitalisierung in so wenigen Titeln konzentriert. Die FANGMAN-Aktien stellen mittlerweile im über 1.600 Unternehmen umfassenden MSCI World Index rund 17 Prozent. Beim 616 Unternehmen umfassenden MSCI USA sind es rund 25 Prozent und beim MSCI USA Growth sogar haarsträubende 40 Prozent. Die Performance solcher Indizes und die daraus abgeleiteten ETFs hängen somit massiv von der Entwicklung der FANGMAN-Aktien ab. Auch in vielen populären Fonds sieht es nicht anders aus.

Angesichts luftiger Bewertungen sollten Anleger genau hinschauen: Der FANGMAN-Marktkapitalisierung von über sieben Billionen US-Dollar steht ein kombinierter Jahresüberschuss von 163 Milliarden US-Dollar gegenüber. An und für sich eine gigantische Zahl, jedoch übersetzt sie sich in eine sehr magere Gewinnrendite von nicht einmal 2,5 Prozent oder eben in ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von deutlich über 40. Sollte diese optimistische Bewertung auf ein normaleres Niveau – beispielsweise eine Gewinnrendite von 5 Prozent oder ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 – korrigieren, dann würde dies 3,5 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung auslöschen. Dies wiederum würde die Performance und den Wert vieler populäre Fonds und ETFs massiv beeinträchtigen.

Machen Sie den FANGMAN-Check!

Anleger sollten ihre Portfolios daher überprüfen und Klumpenrisiken gegebenenfalls durch eine breitere Diversifikation reduzieren. Envestor bietet Ihnen genau das. Im Rahmen von Envestor Portfolio Analytics haben Sie die Möglichkeit, Ihre Portfolios im Hinblick auf Klumpenrisiken und Diversifikationspotenziale zu optimieren. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: info@envestor.de.

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