Goldpreis durchbricht bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2011. Steigende Nachfrage von Staatsfonds und Notenbanken. Droht möglicherweise ein Short-Squeeze?

Nun ist es passiert: Der Goldpreis hat auch in US$ ein neues Allzeithoch markiert und liegt aktuell bei 1.944,71 US-Dollar. Wegen seiner psychologischen Bedeutung wurde dieser Durchbruch von vielen Anhängern des Edelmetalls herbeigesehnt. Denn nun gibt es aus technischer Sicht keine Hindernisse mehr, die einem weiteren Kursanstieg im Wege stünden. Auch Goldfonds wie der BGF World Gold Fund A2 legten in den letzten Tagen massiv zu und erklommen neue Jahreshöchststände.

Staatsfonds und Notenbanken stocken Bestände auf

Interessanterweise sind es aber nicht nur Privatanleger, die zunehmend auf Gold setzen. Auch Profis wie Klaus Kaldemorgen oder Bert Flossbach haben signifikante Gold-Beimischungen in ihren Fonds und laut einer Studie des Investmenthauses Invesco haben auch Staatsfonds und Zentralbanken weiter Gold gekauft. 18 Prozent der Zentralbanken und 23 Prozent der Staatsfonds planen sogar, ihre Bestände in Zukunft weiter aufzustocken. Dabei sehen Staatsfonds das Edelmetall laut Bloomberg vor allem als Absicherung gegen Inflation, während Zentralbanken es zunehmend als Ersatz für negativ verzinste Staatsanleihen nutzen.

Auch andere institutionelle Anleger setzen stärker auf Gold

Das Engagement institutioneller Investoren am Goldmarkt ist eher untypisch. Laut Bloomberg entwickeln zunehmend auch traditionelle institutionelle Investoren eine Affinität zu Gold. Neben der Umgehung von Negativzinsen stünden hier vor allem Diversifikationsaspekte im Vordergrund. Gold weist nämlich ein interessantes Muster auf: Gerade in Zeiten besonders hoher Volatilität sinkt die Korrelation zu anderen Anlageklassen und ist praktisch durchweg negativ. Dieses Verhalten macht Gold zu einem effektiven Diversifikator und erklärt die boomende Nachfrage institutioneller Käufer.

Gold als effektive Versicherung? In Krisenzeiten sinkt die Korrelation zu anderen Anlagen.

Gold als effektive Versicherung? In Krisenzeiten sinkt die Korrelation zu anderen Anlagen. (Quelle: Bloomberg)

Droht sogar ein Short-Squeeze?

Während die steigende Nachfrage also durch ein denkbar breites Spektrum von Anlegern gespeist wird, könnte ein weiterer Effekt den Goldpreis tatsächlich zu einer Blase werden lassen: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg halten Banken aktuell implizite Short-Positionen von rund 39 Milliarden US-Dollar in physischem Gold.

Sollten die Investoren auf der Gegenseite tatsächlich die physische Lieferung verlangen, dann könnten die Banken das Opfer eines Short-Squeeze werden: Unfähig, die fällige Menge an Gold aus Beständen zu liefern, müssten sie sich am Markt eindecken und würden fast zwangsläufig den Spot-Goldpreis in möglicherweise schwindelerregende  Höhen treiben. Aber auch ohne solche Zusatzchancen erscheint der Investment-Case für Gold weiterhin als solide.

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