Der JPMorgan Emerging Markets Equity (ISIN: LU0217576759; WKN: A0F6XF) ist einer der  drei empfehlenswerten Aktienfonds, die einen direkten oder indirekten Bezug zu China haben. In unserer Serie zu China Investments haben wir zunächst die Rahmenbedingungen für ein Investment im Reich der Mitte für Anleger aus Deutschland dargestellt. Im zweiten Teil haben wir die Rendite-Risiko-Eigenschaften des chinesischen Aktienmarkts aufgezeigt. Zuletzt schauen wir uns drei Fonds an, die Anlegern einen guten Zugang zu China Aktien geben. Auf die eine oder andere Weise.

Und so sind wir bei den Fondsempfehlungen vorgegangen. Zunächst stellen wir einen Fonds für China Festlandsaktien für stark diversifizierte Portfolios vor (Aberdeen Standard China A Share). Der Schroder ISF China Opportunities ist wiederum für Anleger mit diversifizierten Portfolios geeignet, die allerdings die Verantwortung für die Vermögensaufteilung auf die verschiedenen chinesischen Aktienmarktsegmente (A- Shares, B-Shares, H-Shares, Red Chips, N-Shares usw.) dem Fondsmanagement überlassen wollen. Schlussendlich stellen wir auch einen breit aufgestellten Emerging Markets Fonds mit großer China-Kompetenz vor. Der JPMorgan Emerging Markets Equity deckt die gesamten Schwellenländer ab und eignet sich für das kleinere zwei bis drei Fonds umfassende Portfolio.

JPMorgan Emerging Markets Equity: Growth Fokus bringt Vorteile

Der JPMorgan Emerging Markets Equity wurde bereits im Jahr 2005 aufgelegt. Auch das Fondsmanagement ist schon lange an Bord. Austin Forey ist seit 1997 dabei, zunächst als Co-Manager, dann von 2002 bis 2016 als Fondsmanager und seitdem wieder als Co-Manager. Heute verantwortet Leon Eidelman den JPMorgan Emerging Markets Equity. Unterstützt werden die Manager von einem 94 Mann Team, das über den ganzen Globus verteilt ist. Mit 30 Investment-Profis ist Hongkong der größte Standort des Emerging Markets Team von JPMorgan.

Langfristprognosen für mehr Wachstum

Das Ziel des Teams ist ambitioniert. Im Kern versuchen die Manager, Unternehmen zu identifizieren, die aufgrund ihres Wertschöpfungspotenzials eine attraktive Rendite für die nachfolgenden fünf Jahre erzielen können. Als Kaufkandidaten kommen drei Typen von Unternehmen infrage: „premium“, „quality“ und „trading“. Wobei Premium- und Quality-Aktien die Kernpositionen im Fonds ausmachen. Trading-Aktien besitzen keine nachhaltigen Wettbewerbsvorteile, können aber in bestimmten Marktphasen outperformen. Das zeigt, dass es bei JPMorgan auch pragmatisch zugeht, wobei die Trading-Kandidaten typischerweise ein geringes Gewicht von unter zehn Prozent des Portfolios haben.

Die Eigenschaften, die das Team am meisten mag sind eine hohe Eigenkapitalrendite, starke Cashflows und solide Bilanzen. Das erklärt den klaren Fokus auf Wachstumswerte. Der Growth-Ansatz drückt sich durch Schwerpunkte in den Sektoren Technologie, defensive Konsumgüter, aktuell auch bei zyklischem Konsum aus. Typischerweise untergewichtet sind dagegen die Sektoren Energie und Rohstoffe. Diese beiden Sektoren sind in Emerging Markets Portfolios typischerweise recht hoch gewichtet.

Egal, welche Bewertungskennziffer man verwendet: Sowohl gegenüber dem durchschnittlichen Emerging Markets Aktienfonds als auch gegenüber dem MSCI Emerging Markets Index sind die Fonds-Positionen hoch bewertet.

Beeindruckende Performance mit leicht überhöhtem Risiko

Die Outperformance ist nur als beeindruckend zu nennen. In den vergangenen Drei-, Fünf- und Zehnjahres-Perioden konnte der Fonds die Benchmark MSCI Emerging Markets um sechs bzw. vier bzw. zwei Prozentpunkte pro Jahr übertreffen.

Ein Grund für die lupenreine Bilanz dürfte auch die Outperformance von Growth gegenüber zyklischen Value-Aktien in den vergangenen Jahren sein. Wachstumswerte waren auch bei Emerging Markets gegenüber Value im Vorteil. Insbesondere die langjährige Korrektur bei Energie- und Rohstoff-Aktien kam dem Fonds entgegen. (Die Erholung dieser Werte 2021 ist ein wichtiger Grund, warum der Fonds in diesem Jahr hinten liegt.)

Überhöhte Volatilität dürfte keinen Anleger interessieren

Allerdings war es auch dem erfolgreichen Stock-Picking in China 2019 zu verdanken, dass der JPMorgan Emerging Markets Equity die Benchmark meilenweit outperformen konnte.

Dass die Volatilität leicht überhöht war, dürfte keinen Anleger stören, zumal die Sharpe Ratio wegen der hohen Outperformance deutlich höher ausfiel als bei der Benchmark (und erst recht gegenüber der Vergleichsgruppe der Emerging Markets Fonds).

Ein Wermutstropfen ist, dass dieser Fonds mit heute knapp elf Milliarden Euro Bestand, ein sehr hohes Volumen aufweist. Der Preis des Erfolgs ist, dass der Fonds fast nur in großkapitalisierte Unternehmen investiert. Der Anteil an Nebenwerten ist in den vergangenen Jahren beständig gesunken.

JPMorgan Emerging Markets Equity ohne Ausgabeaufschlag handeln …

Der maximale Ausgabeaufschlag von fünf Prozent ist für einen Aktienfonds marktüblich. Diese Vertriebsgebühr bezahlen Anleger, die über Envestor handeln, natürlich nicht. Die laufenden Gebühren belaufen sich auf jährlich 1,80 Prozent, von denen 1,5 Prozent auf die Verwaltungsgebühr entfallen. Das ist für einen Schwellenländer-Fonds üblich. Eine Erfolgsgebühr (Performance Fee) wird nicht erhoben.

… und bei Envestor Cashback auf die Vertriebsgebühren

Der JPMorgan Emerging Markets Equity ist zwar nicht überteuert, aber doch sportlich gepreist. Über Envestor können Anleger einiges an Kosten sparen.

Der maximale Cashback auf die Vertriebsgebühr beläuft sich auf 0,47 Prozent pro Jahr. Dies gilt für Kunden, die den Fonds bei der FIL Fondsbank lagern und bei Envestor betreuen lassen. Das senkt die laufende Gebühr auf 1,33 Prozent jährlich.

(Für die Konditionen, die bei der Ebase und bei der Fondsdepotbank winken, hier einloggen oder registrieren  und den Envestor Spareffekt berechnen)

Die untere Grafik verdeutlicht, wie viel diese 0,47 Prozent an jährlich gesparten Kosten ausmachen. Wer 25.000 Euro in den JPMorgan Emerging Markets Equity investiert, bekommt nach zehn Jahren – bei einer angenommenen Rendite von neun Prozent pro Jahr – 2.275 Euro durch den Cashback von Envestor zurückerstattet. Wer den Fonds bei einem Vertrieb kauft und den vollen Ausgabeaufschlag bezahlt, der schont seinen Cashflow dagegen nach zehn Jahren um 4.851 Euro.

JPMorgan Emerging Markets bringt Anlegern Cashbacks

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