Der Schroder ISF China Opportunities (ISIN: LU0244354667; WKN: A0JDNN) ist einer der  drei empfehlenswerten Aktienfonds, die einen direkten oder indirekten Bezug zu China haben. In unserer Serie zu China Investments haben wir zunächst die Rahmenbedingungen für ein Investment im Reich der Mitte für Anleger aus Deutschland dargestellt. Im zweiten Teil haben wir die Rendite-Risiko-Eigenschaften des chinesischen Aktienmarkts aufgezeigt und uns drei Fonds ausgesucht, die Anlegern einen guten Zugang zu China Aktien geben.

Und so sind wir bei den Fondsempfehlungen vorgegangen. Zunächst stellen wir einen Fonds für China Festlandsaktien für stark diversifizierte Portfolios vor (Aberdeen Standard China A Share). Als nächstes kommt ein breit aufgestellter Emerging Markets Fonds mit großer China-Kompetenz. Dieser Fonds ist für das kleinere zwei bis drei Fonds umfassende Portfolio gedacht (JPMorgan Emerging Markets). Der Schroder ISF China Opportunities ist für Anleger mit diversifizierten Portfolios geeignet, die allerdings die Verantwortung für die Vermögensaufteilung auf die verschiedenen chinesischen Aktienmarktsegmente (A- Shares, B-Shares, H-Shares, Red Chips, N-Shares usw.) dem Fondsmanagement überlassen wollen.

Schroder ISF China Opportunities jetzt auch als EUR Tranche

Der Schroder ISF China Opportunities A ACC (USD) ist einer der langjährigen China Aktienfonds am Markt. Er wurde bereits im Jahr 2006 aufgelegt. Vor wenigen Monaten kam eine neue Tranche des Fonds, die auf Euro lautet, hinzu: Schroder ISF China Opportunities EUR (ISIN: LU2345993211; WKN: A3CSAA). Entsprechend hat dieser Fonds keine nennenswerte Historie. Da diese Tranche allerdings 1:1 der bereits 2006 aufgelegten Dollar-Tranche entspricht, lassen sich dessen Ergebnisse übertragen. Warum wir so vorgehen? Im Zweifel ist der Umrechnungskurs Dollar/RMB zu Euro für Anleger vorteilhafter, wenn er auf Ebene des Fonds stattfindet. Erfahrungen zeigen, dass die Währungsumrechnung über andere Wege, etwa über Fondsplattformen, nicht immer nachvollziehbar ist. Da der Fonds recht neu ist, ist er leider noch nicht bei allen Plattformen gelistet. Nach Rücksprache mit unseren Ansprechpartnern bei Schroders wird dies aber erfolgen.

Langjährige Fondsmanagerin mit starkem Team

Fondsmanagerin Louisa Lo ist seit 2013 für den Schroder ISF China Opportunities verantwortlich. Sie leitet von Hongkong aus das Greater China Aktien-Team und verantwortet weitere Schroder Fonds aus dieser Region. Sie ist bereits seit 28 als Analystin und Fondsmanagerin bei Schroders tätig. Das Team umfasst 23 Mitglieder, die Teil des größeren Bereichs Asien Pazifik ex Japan zugeordnet sind. Insgesamt kümmern sich 52 Investment-Profis um insgesamt 68 Milliarden US-Dollar, die per Ende März 2021 in Schroder Asien-Fonds verwaltet waren.

Investmentprozess: Bottom-up und pragmatisch

Selbstverständlich verwaltet das Team den Fonds anhand der Qualitäten der Unternehmen und nicht nach Makro-ökonomischen Gesichtspunkten. Es kommt ein typischer Quality Growth Ansatz zum Tragen. Investiert wird in Unternehmen mit einer hohen Rendite auf das investierte Kapital (ROIC). Es kommen aber auch Unternehmen infrage, deren ROIC sich verbessert. Das soll auch günstigere Aktien ins Portfolio bringen. Der Fonds investiert zwar vorwiegend in Standardwerte, kleinere Unternehmen werden aber höher gewichtet als bei vergleichbaren China-Aktienfonds

Der Fonds verfolgt auch einen Nachhaltigkeitsansatz. Er wirkt nicht nur als zusätzlicher Filter bei der Aktienauswahl, sondern fließt in die Berechnung der Wachstumsaussichten eines Unternehmens und in die Ermittlung ihres fairen Werts ein. Der Hintergrund ist klar: Nachhaltigkeits-Risiken haben einen sehr direkten Einfluss auf die geschäftliche Gesundheit eines Unternehmens, und das ist relevant für Finanzinvestoren. Das ist eine für Asset Manager typische pragmatische Haltung: Es geht in erster Linie nicht um grüne Themen, sondern darum, ESG-Kriterien zur Optimierung des Rendite-Risiko-Profils einzusetzen.

Derzeit sind gut 80 Aktien im Fonds enthalten, was historisch am oberen Limit der 40 bis 80 Titel ist. Dabei sind A-Shares  mit einem Gewicht von knapp 30 Prozent am höchsten gewichtet, gefolgt von P-Chips und H-Shares. Aktuell setzt das Fondsmanagement deutlich auf in Hongkong gelistete Unternehmen. Es steht zu erwarten, dass dieser Marktplatz von einer zunehmenden „Rückkehr“ chinesischer Unternehmen mit derzeitigem Listing-Standort USA profitieren wird. Das Fondsmanagement geht davon aus, dass der Binnenkonsum in China einer der wichtigen Performance Treiber sein wird.

Die höchsten Übergewichte waren per Ende Juni 2021 Prada, HSBC, Sands China und China Pacific Insurance. Deutlich untergewichtet sind dagegen die Aktien von Alibaba und Tencent, auch wenn beide absolut gesehen mit knapp zehn bzw. sechs Prozent die Top-Gewichtungen im Fonds sind.

Performance kann sich über die Zeit sehen lassen

Bis auf die Jahre 2011, 2013 und 2019 landete der Fonds in der Fonds-Kategorie Aktien China in jedem Jahr entweder im ersten oder im zweiten Quartil. In sieben von zehn Jahren gehörte er also zur besseren Hälfte der China-Fonds am Markt.

Auch in diesem Jahr konnte sich der Schroder ISF China Opportunities gegenüber vergleichbaren Fonds behaupten. Er zählte per Ende Juni zu den besten 27 Prozent der Fonds seiner Kategorie.

Beachtlich ist, dass es dem Fonds gelang, das Risiko im Vergleich zur Benchmark zu reduzieren. Vor allem der maximale Verlust, aber auch die Volatilität war geringer. Das zeigt sich in der deutlich besseren Sharpe Ratio im Vergleich zum MSCI China. Die risikoadjustierte Rendite fällt ungeachtet der etwas höheren Volatilität auch gegenüber vergleichbaren China Fonds überdurchschnittlich aus – dank der langjährigen Outperformance.

Schroder ISF China Opportunities ohne Ausgabeaufschlag handeln …

Der maximale Ausgabeaufschlag von fünf Prozent ist für einen Aktienfonds marktüblich. Diese Vertriebsgebühr bezahlen Anleger, die über Envestor handeln, natürlich nicht. Die laufenden Gebühren belaufen sich auf jährlich 1,88 Prozent, von denen 1,5 Prozent auf die Management Fee entfallen. Das ist für einen China Fonds nur leicht überdurchschnittlich. Eine Erfolgsgebühr (Performance Fee) wird nicht erhoben.

… und bei Envestor Cashback auf die Vertriebsgebühren

Der Schroder ISF China Opportunities ist zwar nicht überteuert, aber doch sportlich gepreist. Über Envestor können Anleger einiges sparen.

Der maximale Cashback auf die Vertriebsgebühr beläuft sich auf 0,58 Prozent pro Jahr. Dies gilt für Kunden, die den Fonds bei der Fondsdepot Bank lagern und bei Envestor betreuen lassen.

(Für die Konditionen, die bei der Ebase und bei der FIL Fondsbank (FFB) winken, hier einloggen oder registrieren  und den Envestor Spareffekt berechnen)

Die untere Grafik verdeutlicht, wie viel diese 0,58 Prozent an jährlich gesparten Kosten ausmachen. Wer 25.000 Euro in den Schroder ISF China Opportunities investiert, bekommt nach zehn Jahren – bei einer angenommenen Rendite von neun Prozent pro Jahr – 2.846 Euro durch den Cashback von Envestor zurückerstattet. Wer den Fonds bei einem Vertrieb kauft und den vollen Ausgabeaufschlag bezahlt, schon seinen Cashflow dagegen nach zehn Jahren um 5.422 Euro.

Cashback beim Schroder ISF China Opportunities

Schroder ISF China Opportunities Cashback

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