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	<title>China Archives - envestor.de</title>
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	<description>Einfach intelligent investieren</description>
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	<title>China Archives - envestor.de</title>
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		<title>Robotics-Aktien China: stolpernde Roboter, rasante Fortschritte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Gruschka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 08:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robotik-Aktien aus China gehören zu den heißesten Stories an der Börse. Diese Woche haben ihre Hersteller in Peking vorgeführt, warum. Ein Roboter lief dort die 100 Meter in 8,86 Sekunden, letztes Jahr waren es noch 21,50. Das Tempo der Entwicklung ist atemberaubend, auch wenn einen die ungeschickten Maschinen zum Schmunzeln bringen. Wie können Anleger in [&#8230;]</p>
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									<p><span style="font-weight: 400;">Robotik-Aktien aus China gehören zu den heißesten Stories an der Börse. Diese Woche haben ihre Hersteller in Peking vorgeführt, warum. Ein Roboter lief dort die 100 Meter in 8,86 Sekunden, letztes Jahr waren es noch 21,50. Das Tempo der Entwicklung ist atemberaubend, auch wenn einen die ungeschickten Maschinen zum Schmunzeln bringen. Wie können Anleger in das Thema investieren?</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Es war nur eine Frage der Zeit, bis Usain Bolts 100-Meter-Weltrekord von 9,58 Sekunden fallen würde. Ende August war es soweit. Wie unglaublich der neue Weltrekord von 8,86 Sekunden ist, zeigt das Ergebnis im letzten Jahr. Damals betrug die Bestzeit noch 21,5 Sekunden. Bei den zweiten World Humanoid Robot Games in Peking traten</span><a href="https://english.beijing.gov.cn/beijinginfo/sci/latesttrends/202608/t20260825_4836357.html"> <span style="font-weight: 400;">2.056 Roboter aus 666 Teams</span></a><span style="font-weight: 400;"> an, viermal so viele Maschinen wie 2025, und 641 dieser Teams kamen aus China, das seinen Führungsanspruch in der Robotik ähnlich offensiv anmeldet wie zuvor bei</span><a href="https://envestor.de/ki-aktien-china/"> <span style="font-weight: 400;">KI-Anwendungen</span></a><span style="font-weight: 400;">. Das dünne ausländische Feld verzerrt das Bild dabei kaum: Chinesische Hersteller lieferten im ersten Halbjahr 2026</span><a href="https://www.forbes.com/sites/johnkoetsier/2026/08/10/chinese-companies-are-winning-the-humanoid-robot-sales-battle-heres-why-that-doesnt-matter-yet/"> <span style="font-weight: 400;">über 97% aller humanoiden Roboter</span></a><span style="font-weight: 400;"> weltweit aus. Aufschlussreicher als der Sprint ist dabei der Hochsprung aus dem Stand: von 0,95 Metern im Vorjahr auf 2,88. Geradeaus schnell zu laufen ist Vorwärtsdynamik, Absprung und Landung aus dem Stand verlangen Ganzkörperbalance, und das ist die Fähigkeit, auf die es in einer Werkshalle ankommt.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Solche Sprünge entstehen nicht durch bessere Motoren allein. Ein Läufer des Pekinger Herstellers X-Humanoid absolvierte die 400 Meter mit angewinkelten Armen dicht vor dem Gesicht. Diese Haltung stammt aus bestärkendem Lernen, also millionenfachem Ausprobieren in der Simulation, das sie zusammen mit einer stärkeren Hüftrotation als effizienter bewertete als den Armschwung eines menschlichen Sprinters. Die Vorlage ist damit nicht mehr der Mensch, sondern das, was in der Simulation gewinnt.</span></p><h2><span style="font-weight: 400;">Sieger ohne Börsennotiz</span></h2><p><span style="font-weight: 400;">Ganz weit vorn im Robotics-Wettlauf ist ein Unternehmen, das an keiner Börse notiert. AgiBot aus Shanghai gewann bei seinem ersten Auftritt</span><a href="https://www.manilatimes.net/2026/08/27/tmt-newswire/pr-newswire/agibot-wins-18-gold-medals-on-world-humanoid-robot-games-debut-tops-gold-and-overall-medal-tables/2413016"> <span style="font-weight: 400;">18 Goldmedaillen und 46 Medaillen insgesamt</span></a><span style="font-weight: 400;"> und lag damit in beiden Wertungen vorn. Die eingesetzten Modelle stammen aus der laufenden Serienfertigung und wurden nicht speziell für den Wettbewerb gebaut. Bis Juni hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bisher 15.000 Roboter produziert. Zu den Siegern gehört auch das Unternehmen X-Humanoid, hinter dem das Pekinger Innovationszentrum für humanoide Robotik steht. Auch X-Humanoid ist nicht börsennotiert. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Der bekannteste börsennotierte Teilnehmer an den World Humanoid Robot Games war Unitree (Yushu Technology). Dessen Vertreter erzielte im ersten 100-Meter-Vorlauf allerdings nur eine Zeit von 12,41 Sekunden und lag damit auf dem letzten Platz. Wer über die Börse in Robotics-Aktien aus China einsteigt, kauft also nicht den Technologieführer, sondern das Unternehmen, das zuerst an die Börse gegangen ist.</span></p><h2><span style="font-weight: 400;">Was im Depot machbar ist</span></h2><p><span style="font-weight: 400;">Die Unitree-Aktie zeigt, wie heiß das Thema Robotics-Aktien aus China an der Börse gekocht wird. Der Hangzhouer Hersteller setzte 2025 rund</span><a href="https://autonews.gasgoo.com/articles/news/unitree-robotics-ipo-to-be-reviewed-on-june-1-2059995013390594049"> <span style="font-weight: 400;">235 Millionen Dollar</span></a><span style="font-weight: 400;"> um, bei einer Bruttomarge von 60,3% und einem Umsatzplus von 335% gegenüber dem Vorjahresniveau. Die Privatanlegertranche des Börsengangs am 18. August war 8.000-fach überzeichnet. Am ersten Handelstag (18. August) </span><a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-08-18/unitree-robotics-set-to-debut-after-904-million-shanghai-ipo"><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">stieg die Aktie um 460%</span></a><span style="font-weight: 400;">, und der Börsenwert lag danach bei rund 48 Milliarden Dollar. Seither ist die Aktie um</span><a href="https://finance.biggo.com/news/9c4ac436-7c2d-415c-b454-d700517ba6ce"> <span style="font-weight: 400;">47%</span></a><span style="font-weight: 400;"> abgestürzt. Ein Zeichen, dass auch in Wachstumsmärkten die Luft dünn werden kann.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Billig ist die Unitree-Aktie aber noch immer nicht. Das Brokerhaus Nomura veranschlagt für 2026 einen Umsatz von</span><a href="https://finance.biggo.com/news/745047cc-88ca-4890-a2ef-1b57f6b62331"> <span style="font-weight: 400;">rund 400 Millionen Dollar</span></a><span style="font-weight: 400;">, womit das Kurs-Umsatz-Verhältnis selbst nach dem Absturz bei etwa 88 liegt. Dabei wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Das Umsatzwachstum liegt dieses Jahr bei rund 40%, und der Gewinn ist 2026 rückläufig, weil aktuell Forschung und Vertrieb schneller wachsen als der Absatz.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Seit Oktober 2025 können Anleger bereits auf das Thema Robotics-Aktien setzen: der</span><a href="https://kraneshares.eu/etf/koidln/"> <span style="font-weight: 400;">KraneShares Global Humanoid Robotics and Physical AI Index UCITS ETF</span></a><span style="font-weight: 400;"> (ISIN IE000O6Z73N7), seit Januar 2026 auch auf Xetra handelbar. Er hält 51 Titel, nahezu gleichgewichtet, die größte Position kommt auf 2,8%. Wer ihn kauft, setzt mangels börsengelisteter Robotics-Hersteller vor allem auf die Lieferkette: Rund 40% des ETFs stecken in Antrieben, Getrieben und Mechanik, von Harmonic Drive über Schaeffler bis zu den chinesischen Spezialisten Sanhua und Leaderdrive. Gut 20% entfallen auf Halbleiter, angeführt von Nvidia, weitere gut 20% auf Sensorik und Messtechnik, etwa Keyence und Hexagon. Nur rund 12% liegen bei den Herstellern selbst, darunter Tesla, UBTech und Unitree. Die restlichen 6% halten drei Produzenten Seltener Erden, weil jeder Roboter Magnete braucht. Nach Ländern liegen</span><a href="https://envestor.de/nasdaq-100-kontra-sp-500/"> <span style="font-weight: 400;">36% in den USA</span></a><span style="font-weight: 400;">, 24% in China, 16% in</span><a href="https://envestor.de/ki-europa-aktien/"> <span style="font-weight: 400;">Europa</span></a><span style="font-weight: 400;"> und 11% in Japan. Das Fondsvermögen ist mit 105 Millionen Dollar klein. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Jenseits des Spezialgebiets humanoider Roboter wird das Thema Robotics von einer Handvoll Fonds und ETFs abgebildet, die teilweise eine lange Historie haben. Der größte und älteste Fonds am Markt ist der Pictet Robotics, den es bereits seit 2015 gibt. Dieser weist ein Vermögen von gut 12,5 Milliarden Euro auf. Allerdings ist seine Performance-Historie innerhalb der Kategorie der Technologie-Fonds nicht herausragend, wie das Drei-Sterne-Morningstar-Rating zeigt. Auch der älteste ETF am europäischen Fondsmarkt, der 2016 aufgelegte iShares Automation &amp; Robotics, ist unter den Technologiefonds allenfalls Durchschnitt. Er ist mit einem Vermögen von gut 4,8 Milliarden Euro der zweitgrößte Robotics-Fonds am Markt. Während der Pictet Robotics vor allem auf klassische Tech-Werte wie Alphabet, ServiceNow, Salesforce, ASML, Nvidia, Broadcom, TSMC oder Snowflake setzt, findet sich beim iShares-ETF eine höhere Quote an Industrie-Aktien wie Siemens oder Emerson Electric. Die Liste der Top-Werte zeigt, dass die klassischen Fonds für Robotics-Aktien eher generische Tech-Generalisten mit einem Einsprengsel an Industrie-Aktien sind. </span></p><h2><span style="font-weight: 400;">Der Riegel aus Washington</span></h2><p><span style="font-weight: 400;">Die größte Unsicherheit für ein reinrassiges Robotics-Aktien-Investment steht nicht in einer Bilanz, sondern basiert auf der Regulatorik. Ende Juli hat die US-Fernmeldebehörde FCC ausländisch produzierte humanoide und vierbeinige Roboter</span><a href="https://www.aljazeera.com/economy/2026/7/29/us-bans-imports-of-new-chinese-robots-over-security-concerns"> <span style="font-weight: 400;">auf ihre Sperrliste gesetzt</span></a><span style="font-weight: 400;">, gemeinsam mit Wechselrichtern für Stromnetze. Neue Modelle dürfen damit nicht mehr in die USA eingeführt werden, begründet mit Cybersicherheit und Abhängigkeiten in der Lieferkette. Bereits zugelassene Geräte sind ausgenommen. Das Pentagon führt Unitree zudem auf seiner Liste von Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär, was das Unternehmen bestreitet, das Unternehmen aber für viele Anleger hierzulande zum No-Go machen dürfte.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Kurzfristig kostet der Bannstrahl Washingtons die chinesischen Hersteller wenig. 85% der Nachfrage kommt aus China selbst. Mittelfristig ist der Weg in den größten westlichen Markt für neue Modelle aber versperrt. Profitieren werden davon zunächst amerikanische Anbieter wie Tesla, Figure AI, Agility Robotics und Boston Dynamics. Ob diese auch global das Rennen machen, ist dagegen unklar. Ob Europa nachzieht, ist offen. Bei der Netzwerktechnik von Huawei und bei Drohnen kam die europäische Debatte über Risiken für die nationale Sicherheit mit Verzögerung, aber sie kam. Die Analogie dazu beim Thema Robotics-Aktien aus China drängt sich auf: Wer heute auf chinesische Roboterbauer setzt, nimmt ein politisches Risiko in Kauf, das sich in keinem Bewertungsmodell abbilden lässt.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Für die Zulieferer gilt das nur eingeschränkt. Verboten sind in den USA fertige Roboter aus China, nicht aber Getriebe, Sensoren oder Halbleiter. Nach Berechnungen von Morgan Stanley stammen 63% der globalen Lieferkette für humanoide Roboter aus China. Ein amerikanischer Roboter mit chinesischen Gelenken bleibt in den USA damit vorerst zulässig.</span></p><h2><span style="font-weight: 400;">Fazit: Einen Zeh ins Wasser</span></h2><p><span style="font-weight: 400;">Unsere Einführung in das Thema Robotics-Aktien aus China zeigt, dass die humanoide Robotik das Zeug zu einem großen Thema hat. Das Entwicklungstempo aus Peking spricht dafür, Robotics-Aktien im Blick zu behalten. Sie ins Depot zu integrieren, ist allerdings aktuell kein Muss, nicht nur wegen hoher Bewertungen (die man an Wachstumsmärkten ohnehin nie vermeiden wird), sondern weil das Spezialthema kaum investierbar ist: Die beiden erfolgreichsten Unternehmen der Pekinger Spiele sind nicht börsennotiert, und Unitree ist trotz des Kurssturzes iimmer noch luftig bewertet &#8211; und spielt zudem nicht in der allerersten Liga. Einzelwetten sind auch angesichts der gespannten Beziehungen zwischen China und den USA hochriskant.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Die wenigen ETFs am Markt spiegeln die oben besprochene Problematik wider. Am ehesten lässt sich das Thema mit dem KraneShares Global Humanoid Robotics and Physical AI ETF spielen. Die Aufteilung auf 36% USA und 24% China kann eine Antwort auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China sein: Setzt Washington seine Abschottung durch, beliefern Nvidia, Amphenol und die Produzenten Seltener Erden im Fonds die neu entstehende Fertigung in den USA. Bleibt China der Kostenführer, verdienen die Zulieferer aus Shenzhen. Und weil vier Fünftel des Fondsvermögens in Bauteilen stecken statt in Robotern, hängt die Rendite nicht unmittelbar daran, wer das Robotics-Rennen am Ende gewinnt.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Damit können Anleger einen Zeh ins Wasser tupfen, allenfalls allerdings als kleine Beimischung. Mehr sollte es vorerst nicht sein, denn einige Aktien im ETF sind an der Börse heiß gelaufen. Das Anlageuniversum wächst unterdessen weiter: Unitree war der erste Börsengang der Branche und wird nicht der letzte gewesen sein, AgiBot und X-Humanoid stehen mit Serienfertigung und Medaillentabelle bereit. Wir schauen zu und freuen uns auf die Fortschritte, die uns nach und nach die Robotics-Aktien (nicht nur aus China) bescheren werden.</span></p><h2><span style="font-weight: 400;">Die envestor-Expertise für Sie: Jetzt Info-Termin buchen</span></h2><p><span style="font-weight: 400;">Sie sind neugierig geworden, wie wir bei envestor</span><a href="https://envestor.de/envestor-fonds/"> <span style="font-weight: 400;">Anlegerportfolios konstruieren und wetterfest machen</span></a><span style="font-weight: 400;">? Erfahren Sie mehr über den</span><a href="https://envestor.de/cashback/"> <span style="font-weight: 400;">envestor Cashback</span></a><span style="font-weight: 400;"> und</span><a href="https://envestor.de/individuelle-anlageberatung/"> <span style="font-weight: 400;">unsere ganzheitliche Portfolioberatung</span></a><span style="font-weight: 400;">, die Investieren renditestärker, effizienter und günstiger machen, als es Ihre Bank oder Ihr aktueller Finanzberater erlauben. 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		<title>KI-Aktien: Wie umgehen mit der Herausforderung aus China?</title>
		<link>https://envestor.de/ki-aktien-china/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Gruschka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 08:02:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Diversifaktion]]></category>
		<category><![CDATA[KI-Aktien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI-Aktien: Hat China die besseren Karten? Wer zuletzt die Nachrichten verfolgte, könnte meinen, der technologische Vorsprung der USA sei dahin. Chinas neue LLMs und die Fortschritte bei der Entwicklung von Lithografiemaschinen beeindrucken auch Experten. Wie sich Anleger jetzt positionieren sollten. Mit Kimi K3 rückte ein weiteres chinesisches KI-Modell an die Weltspitze heran, kurz darauf folgten [&#8230;]</p>
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									<p><strong>KI-Aktien</strong>: Hat<strong> China</strong> die besseren Karten? Wer zuletzt die Nachrichten verfolgte, könnte meinen, der technologische Vorsprung der USA sei dahin. Chinas neue LLMs und die Fortschritte bei der Entwicklung von Lithografiemaschinen beeindrucken auch Experten. Wie sich Anleger jetzt positionieren sollten.</p><p>Mit Kimi K3 rückte ein weiteres chinesisches KI-Modell an die Weltspitze heran, kurz darauf folgten Fortschritte bei eigener Lithografietechnik für die Halbleiterproduktion. Die Quartalszahlen von Microsoft, Alphabet und Amazon zeigen dagegen, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur noch stärker wächst, als viele Analysten erwartet hatten. Wohin bewegt sich die KI-Ökonomie, und wie sollten sich Anleger positionieren?</p><h2>KI-Aktien: Der Vorsprung der USA schmilzt</h2><p>Die Geschichte des KI-Booms schien zunächst einfach erzählt: Die USA entwickeln die leistungsfähigsten Modelle, kontrollieren die modernste Halbleitertechnologie und verdienen das große Geld. China schien hoffnungslos abgehängt. Die ersten Risse tatten sich mit <a href="https://envestor.de/deepseek-nvidia/">DeepSeek</a> im Februar 2025 auf. Der Schock: Ein chinesisches LLM-Billigmodell ließ die Aktien von Nvidia, Broadcom und Taiwan Semiconductor an einem Tag zweistellig abstürzen. Danach lautete der Vorsprung Amerikas nach Schätzungen von des Epoch Capabilities Index immerhin noch <a href="https://www.trendingtopics.eu/chinas-ki-modelle-im-schnitt-7-monate-hinter-den-frontier-modellen-aus-den-usa/">sechs bis neun Monate</a>.</p><p>Mit Kimi K3 wiederholt sich das Muster – diesmal mit einem ganzen Aktienmarkt als Kollateralschaden. Das Modell von Moonshot AI landet in unabhängigen Tests wie dem Artificial-Analysis-Index auf <a href="https://www.tomshardware.com/tech-industry/artificial-intelligence/moonshot-releases-2-8-trillion-parameter-kimi-k3">Platz drei bis vier</a> der Welt, knapp hinter den Spitzenmodellen aus den USA, und führt beim Frontend-Code-Ranking sogar die Tabelle an. Der Philadelphia Semiconductor Index rutschte binnen einer Woche um <a href="https://trading-treff.de/wirtschaft/nvidia-aktie-kimi-k3-schickt-halbleiter-in-baerenmarkt">rund 20%</a> unter sein Juni-Hoch und damit offiziell in einen Bärenmarkt, Nvidia verlor zweimal innerhalb weniger Tage kurzzeitig die Krone als wertvollstes Unternehmen der Welt an Apple.</p><p>Gut zwei Wochen später folgte der zweite Streich: Ein staatlich unterstütztes Unternehmen aus Shanghai hat die Serienfertigung eigener Immersions-DUV-Lithografiemaschinen aufgenommen – dem teuersten Werkzeug jeder Chipfabrik, das bislang faktisch nur von der niederländischen ASML kam. <a href="https://evertiq.de/news/2026-07-29-china-startet-produktion-eigener-duv-lithografiesysteme">Fünf Systeme</a> sollen noch 2026 an SMIC, Hua Hong und CXMT gehen, rund zwanzig im Jahr darauf. Gegen ASMLs Auslieferungsvolumen von jährlich rund 130 Systemen ist das eine Randnotiz. Noch. Als Signal ist es das nicht: Jede Fertigungsstufe, die China selbst beherrscht, senkt die Verwundbarkeit gegenüber künftigen Exportkontrollen.</p><p>Beide Nachrichten erzählen dieselbe Geschichte aus zwei Richtungen. China baut nicht mehr nur Anwendungen auf fremder Technologie, sondern zunehmend die gesamte Kette selbst – von den Modellen bis zur Chipfertigung. Das heißt nicht, dass die USA ihren Vorsprung verloren haben. Es heißt, dass er kleiner wird. Wie schnell, ist eine offene Frage: Kimi K3 ist keine drei Wochen, Chinas DUV-Fertigung erst wenige Tage alt.</p><h2>Mit Vollgas Richtung Überkapazität?</h2><p>Die amerikanische KI-Maschine läuft noch immer auf vollen Touren. Microsoft begrenzte seine Investitionsplanung für 2026 zwar auf rund <a href="https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/unternehmensnachrichten/microsoft-aktie-halbe-billion-in-einem-tag/69902844">175 statt 190 Milliarden Dollar</a>, Alphabet und Amazon erhöhten dagegen: Alphabet hob die Capex-Prognose auf 195 bis 205 Milliarden Dollar an, Amazon von 200 auf <a href="https://finanzmarktwelt.de/amazon-quartalszahlen-23-397042/">220 Milliarden Dollar</a>. Bei Alphabet wuchs die Cloud-Sparte im selben Zeitraum um <a href="https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/alphabet-aktie-kehrtwende-nach-ausverkauf/69885650">82%</a>, das schnellste Tempo seit mindestens 2020, während der freie Cashflow erstmals in der Firmengeschichte ins Minus rutschte, weil praktisch jeder verfügbare Dollar in neue Kapazität fließt. Amazon finanziert sein Budget inzwischen zu einem erheblichen Teil über frisches Fremdkapital: <a href="https://envestor.de/hyperscaler-bonds-bremsen-anleihen/">rund 89 Milliarden Dollar</a> seit Jahresbeginn, mehr als jeder Wettbewerber der Branche.</p><p>Auch Meta baut seit Anfang Juli ein eigenes Cloud-Geschäft auf, um Rechenkapazität an Drittkunden zu vermieten, ein direkter Angriff auf die etablierten Cloud-Anbieter Amazon, Alphabet und Microsoft, ähnlich wie einst bei Amazon, als aus überschüssiger interner Kapazität die eigenständige Sparte AWS wurde. Dass Meta die eigene Investitionsplanung für 2026 zeitgleich weiter erhöhte, spricht dabei eher für einen geplanten Markteintritt als für eine verschätzte Nachfrage. Welche Szenarien tun sich für Anleger auf, die auf KI setzen wollen?</p><h2>Szenario 1: Die US-Konzerne verteidigen ihre Marge</h2><p>In diesem Szenario holt China zwar technologisch auf, doch die amerikanischen Plattformkonzerne bleiben die eigentlichen Gewinner, weil sie diesen Fortschritt wirtschaftlich besser monetarisieren als die chinesischen Anbieter selbst. Der Grund liegt im Geschäftsmodell: Microsoft verdient nicht am Sprachmodell, sondern an Azure, Office und der Integration von KI in bestehende Unternehmenssoftware. Alphabet verbindet KI mit Werbung und Cloud. Amazon profitiert über AWS von praktisch jeder zusätzlichen KI-Anwendung, weil jede neue Anwendung zusätzliche Rechenleistung braucht. Moonshot AI verdient mit Kimi K3 dagegen vor allem an API-Gebühren von 3 bis 15 Dollar pro Million Tokens, ein Bruchteil dessen, was ein integriertes Ökosystem abwirft. Damit dieses Szenario aufgeht, müssen Unternehmen auch künftig bereit sein, für die tiefe Integration in Azure, Google Workspace oder AWS einen Aufpreis zu zahlen, statt ein günstigeres Modell einfach per API anzubinden.</p><h2>Szenario 2: Ein Preiskampf trifft alle</h2><p>Dagegen steht ein zweites Szenario, das die Monetarisierungslücke nicht schrumpfen, sondern verschwinden lässt. Chinesische Modelle wie DeepSeek, Qwen und Kimi kosten laut einer Citi-Analyse teils nur <a href="https://invezz.com/news/2026/07/07/cheap-capable-and-controversial-why-us-companies-cannot-resist-chinese-ai-models/">18 Cent pro Million Tokens</a>, gegenüber bis zu 4 Dollar bei US-Spitzenmodellen. Der Anteil chinesischer Modelle am Datenverkehr des Router-Dienstes OpenRouter stieg von rund 4,5% in der ersten Jahreshälfte 2025 auf zeitweise <a href="https://www.elektroniknet.de/embedded/software/so-profitieren-entwickler-von-chinesischen-open-weight-ki-modellen.ac6aea47-419b-41c3-8f3f-9f011fd13433.html">46%</a>im Jahr 2026. Airbnb setzt inzwischen bevorzugt auf Alibabas Qwen, DoorDash routet einfachere Aufgaben an Moonshots Kimi und reserviert teure US-Modelle nur noch für die anspruchsvollsten Fälle.</p><p>Der Preisdruck bleibt nicht auf chinesische Anbieter beschränkt, er erreicht inzwischen die US-Labore selbst. OpenAI senkte am 30. Juli die API-Preise für <a href="https://www.axios.com/2026/07/30/openai-cuts-prices-gpt-terra-luna5">GPT-5.6 Luna um 80%</a> auf 20 Cent pro Million Tokens, praktisch auf Augenhöhe mit den 18 Cent der chinesischen Konkurrenz von oben, und für Terra um 20%, Terra kostet damit inzwischen weniger als Anthropics vergleichbares Sonnet 4.6. Auch Google unterbietet mit Gemini beide Anbieter bei den API-Preisen. Setzt sich dieser Trend fort, wird der Preisboden für KI-Tokens künftig nicht mehr in San Francisco verhandelt, sondern in Peking.</p><h2>Seismograf Südkorea</h2><p>Bei alledem geht es um hohe Einsätze: Microsoft, Alphabet und Amazon werden aktuell im Schnitt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 25 gehandelt, der S&amp;P 500 im Schnitt der vergangenen zehn Jahre mit rund 19. Wie schnell eine hohe Bewertung trotzdem kippen kann, zeigt Südkorea: Der KOSPI legte in diesem Jahr zeitweise um mehr als 50% zu, fiel anschließend um rund 40% vom Hoch – und liegt trotzdem deutlich im Plus für das Jahr. Samsung Electronics und SK Hynix, zusammen für mehr als 40% der Indexgewichtung verantwortlich, machen den KOSPI zum empfindlichsten Seismografen für jede Nachricht rund um KI-Investitionen, ob aus Peking oder aus den Bilanzen der US-Hyperscaler.</p><h2>Fazit: KI-Risiko diversifizieren</h2><p>Die Quartalszahlen von Microsoft, Alphabet und Amazon stützen Szenario 1, sie blicken aber zurück. Die Preissenkungen von OpenAI und Google sowie die Adoption chinesischer Modelle bei Airbnb und DoorDash sind das nach vorn gerichtete Signal, das für Szenario 2 spricht, auch wenn regulatorische Eingriffe oder steuerliche Weichenstellungen, etwa neue US-Exportkontrollen oder chinesische Subventionen, das noch verändern können. Auch die Kapazitätsfrage bleibt offen: Dass Meta zeitgleich ins Cloud-Geschäft einsteigt und die eigenen Investitionen weiter erhöht, passt nicht eindeutig zur Knappheits-Erzählung von Microsoft, Alphabet und Amazon. Wie direkt die US-Zahlen trotzdem auf den Rest der Welt durchschlagen, zeigen die Ausschläge am südkoreanischen KOSPI.</p><p>Genau diese Unsicherheit ist der Grund, das Portfolio nicht auf eine einzige Antwort zu verwetten. Chinas KI-Fortschritt lässt sich für Anleger sogar recht direkt einkaufen – nur nicht über Moonshot AI selbst, das nicht börsennotiert ist, sondern über dessen Großaktionäre. Alibaba hält seit einer Finanzierungsrunde 2024 <a href="https://blockonomi.com/alibaba-baba-and-tencent-shares-surge-as-chinese-ai-breaks-performance-barriers/">rund 36%</a> an Moonshot AI und bringt mit Qwen zusätzlich ein eigenes Spitzenmodell an den Start, Tencent ist ebenfalls an Moonshot beteiligt und zudem in DeepSeek investiert. Wer breiter diversifizieren will, findet in der Halbleiter-Lieferkette eine zweite, noch direktere Ergänzung: Taiwan Semiconductor, Samsung Electronics und SK Hynix verdienen an jedem zusätzlichen Chip, unabhängig davon, wessen Modell am Ende vorn liegt oder wer den Preiskampf gewinnt.</p><p>Diese Ergänzung ist auch eine Bewertungsfrage: Schwellenländer-Aktien notieren mit einem <a href="https://envestor.de/msci-world-vs-msci-emerging-markets/">Forward-KGV von rund 12</a> gegenüber mehr als 20 in den Industrieländern – ein Abschlag, der historisch häufig der Ausgangspunkt überdurchschnittlicher Renditephasen war. Entscheidender ist aber die Ausgangslage der meisten Depots. Die sieben größten US-Technologiewerte stellen mit <a href="https://historyofmarket.com/articles/magnificent-7-sp500-weight">rund 31,5% </a>inzwischen fast ein Drittel der Marktkapitalisierung des S&amp;P 500, 2018 waren es noch 13%: die höchste Konzentration seit der Nifty-Fifty-Ära der frühen 1970er-Jahre. Wer einen globalen Aktien- oder Welt-ETF hält, ist über diesen Umweg längst massiv in genau den Werten übergewichtet, die ein branchenweiter Preiskampf am härtesten träfe. Für Anleger heißt das konkret: weg von reinen globalen Indexfonds, die dieses Übergewicht blind mitschleppen, und stattdessen einen Teil davon in einen breit diversifizierten Schwellenländer-Fonds umschichten, der sowohl asiatische Halbleiterwerte als auch chinesische KI-Werte enthält, nicht als Wette auf China, sondern als doppelte Absicherung: gegen die eigene, meist unbemerkte Konzentration und gegen das Risiko, dass ausgerechnet diese Werte am stärksten unter einem Preiskampf leiden.</p><h2>Die envestor-Expertise für Sie: Jetzt Info-Termin buchen</h2><p>Sie sind neugierig geworden, wie wir bei envestor <a href="https://envestor.de/envestor-fonds/">Anlegerportfolios konstruieren und wetterfest machen</a>? Erfahren Sie mehr über den <a href="https://envestor.de/cashback/">envestor Cashback</a> und <a href="https://envestor.de/individuelle-anlageberatung/">unsere ganzheitliche Portfolioberatung</a>, die Investieren renditestärker, effizienter und günstiger machen, als es Ihre Bank oder aktueller Finanzberater erlauben. Hier gleich ein <a href="https://envestor.de/kontakt/">unverbindliches Gespräch zeitnah vereinbaren</a>.</p>								</div>
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		<title>Aktien China vs. USA: Märkte am Scheideweg</title>
		<link>https://envestor.de/aktien-china-vs-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffen Gruschka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2025 14:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Magnificent 7]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktien China vs. USA: Wall Street zeigt Schwäche, Shanghai und Shenzhen sind stabil. Warum chinesische Titel eine Renaissance erleben und US-Aktien als Verlierer dastehen könnten. Der wankende Exzeptionalismus Der Begriff des „amerikanischen Exzeptionalismus“ beschreibt das lange gepflegte Selbstverständnis der USA, nicht nur geopolitisch, wirtschaftlich und technologisch eine Sonderstellung einzunehmen &#8211; auch die amerikanische “Soft Power” [&#8230;]</p>
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									<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Aktien China vs. USA</strong>: Wall Street zeigt Schwäche, Shanghai und Shenzhen sind stabil. Warum chinesische Titel eine Renaissance erleben und US-Aktien als Verlierer dastehen könnten.</span></p><h2>Der wankende Exzeptionalismus</h2><p><span style="font-weight: 400;">Der Begriff des „amerikanischen Exzeptionalismus“ beschreibt das lange gepflegte Selbstverständnis der USA, nicht nur geopolitisch, wirtschaftlich und technologisch eine Sonderstellung einzunehmen &#8211; auch die amerikanische “Soft Power” war nach dem Zweiten Weltkrieg eine Quelle der Faszination, ja Obsession für Anleger und Konsumenten Weltweit. Die Verheißungen des Kapitalismus haben Generationen von Europäern in die Arme Amerikas und der Wall Street getrieben. Jahrzehntelang schien dieses Narrativ unerschütterlich: der US-Dollar als Weltleitwährung, das Silicon Valley als Innovationszentrum, die Wall Street als globaler Kapitalmagnet. Getrieben wurde das auch durch den amerikanischen Konsumrausch, den auch sozialistische Staaten wie die Volksrepublik China mit Investitionen nach Kräften finanzierten. Auch heute noch ist die chinesische Zentralbank der wichtigste Investor in US-Staatsanleihen, und weltweit zählen US-Assets zu den Kernpositionen von Anlegern. Allein in Europa haben nach Morningstar-Daten Investoren in den vergangenen drei Jahren (Stand: Ende März) über 525 Milliarden Euro netto in Fonds für US-Aktien, -Anleihen und den US-Geldmarkt investiert. </span></p><p><span style="font-weight: 400;"><a href="https://thedlf.de/trums-instinkte/" target="_blank" rel="noopener">Doch 2025 zeigen sich Risse in der globalen Nachkriegsordnung</a>: Die Trump-Administration demontiert das globale Handelssystem und damit auch die Fundamente der US-Weltmachtstellung. Die technologische Führungsrolle der Vereinigten Staaten wird zudem durch chinesische Entwicklungen in den <a href="https://envestor.de/deepseek-nvidia/" target="_blank" rel="noopener">Sektoren KI und Halbleitern</a> herausgefordert. Die geopolitische Konfrontation mit China spitzt sich weiter zu, und fiskalisch-strukturelle Belastungen dämpfen die wirtschaftliche Dynamik. Selbst an der Börse zeigt sich: Die scheinbar ewige Kombination aus Dollar-Stärke und Aktien-Performance, die US-Aktien nach der Finanzkrise unschlagbar machten, ist 2025 abgebrochen.  </span><span style="font-weight: 400;"><a href="https://envestor.de/deutsche-aktien/" target="_blank" rel="noopener">Europa-Aktien und vor allem der DAX</a> haben bereits 2025 einen guten Lauf gehabt. Aber der Elefant im Raum ist China: Werden China-Aktien – trotz aller eigenen Schwächen – zu einer Alternative auch für Investoren werden, die heute an der Dominanz der USA erstmals ernsthaft zweifeln? Wenn wir es mit einer zunehmend multipolaren Weltordnung zu tun haben, wer rückt dann zum Welthegemon USA auf? </span></p><h2>US-Tech verliert, China hält sich stabil</h2><p><span style="font-weight: 400;">Ein nüchterner Blick auf die Kursentwicklung untermauert die tektonischen Verschiebungen. Die sogenannten „<a href="https://envestor.de/sp-500-etfs/" target="_blank" rel="noopener">Magnificent Seven</a>“ – Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta Platforms, Nvidia und Tesla – haben bis Anfang Mai durchschnittlich rund 13,9 % an Wert verloren. Besonders hart trifft es Tesla mit –31,5 %, gefolgt von Apple (–21,6 %) und Alphabet (–20,0 %). Die einzigen Lichtblicke sind Microsoft mit einem Plus von 3,0 % sowie Meta Platforms mit +1,9 %. Aber das ist ein ziemlich ernüchterndes Bild für die sogenannten Magnificent Seven, eine Aktiengruppe, die jahrelang als Inbegriff von Wachstumsqualität galt. Noch schlechter sieht die Performance aus Sicht von Euro-Anlegern aus. Auch der gesamte US-Markt schwächelt. Auf Eurobasis liegt der S&amp;P 500 mit 12,5 Prozent in diesem Jahr hinten. Noch höher fallen die Verluste bei US-Nebenwerten und -Growth-Aktien aus. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Neben europäischen Aktien haben sich auch China-Aktien gegenüber US-Aktien gut geschlagen, und das, obwohl China im Mittelpunkt von <a href="https://envestor.de/trump-zoelle-2025/" target="_blank" rel="noopener">Trumps Zoll-Offensive</a> steht. Bis zu 145 Prozent werden die Zölle auf chinesische Importe schlimmstenfalls erreichen. Auf Euro-Basis legte der MSCI China um gut zwei Prozent zu. Noch besser performen in diesem Jahr ESG-Aktien aus China und das Offshore Segment, wo das Plus bei bis zu 5,5 Prozent liegt. Auch bei Chinas Standardwerten lief es überdurchschnittlich gut: Der FTSE China 50, der die 50 größten chinesischen Konzerne abbildet, legte um gut drei Prozent zu und übertraf damit den breiten chinesischen Aktienmarkt.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Damit entwickeln sich chinesische Aktien im Vergleich zu den USA stabil – während vor allem die Aushängeschilder der US-Wirtschaft aus dem Tech-Sektor mit zweistelligen Verlusten zu kämpfen haben. Es ist kein Boom, aber ein belastbares Signal: China-Aktien sind 2025 kein Bremsklotz mehr für Portfolios, sondern ein vergleichsweise robuster Bestandteil des globalen Aktienuniversums. Diese Erkenntnis ist für viele Anleger neu. In den vergangenen drei, fünf und zehn Jahren haben US-Aktien ihre chinesischen Pendants deutlich outperformt. Aber dieses Bild kann sich schnell drehen; kaum ein Anleger hat auf dem Schirm, dass China-Aktien in den vergangenen 12 Monaten US-Aktien um bis zu 15 Prozentpunkte outperformt haben. </span></p><h2>Geoökonomie statt Globalisierung</h2><p><span style="font-weight: 400;">Diese relative Stabilisierung ist kein Zufall, sondern Ergebnis geopolitischer und strategischer Verschiebungen. Die USA haben sich nicht nur unter dem Schlagwort „De-Risking“ wirtschaftlich weiter von China abgekoppelt – durch Exportkontrollen für KI- und Chiptechnologien, Investitionsverbote und politischen Druck. Vielmehr führen der Handelskrieg, den Trump angezettelt hat, und die erkennbare Distanzierung von der NATO zu einer Entfremdung von bisher treuen US-Verbündeten. Selbst eingeschworene Transatlantiker wie der neue deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz haben erkannt, dass der Isolationismus der Trump-Administration Europa zwingt, zusammenzurücken. Die ersten Reisen des Bundeskanzlers nach seinem Amtsantritt Anfang Mai führten nach Warschau und Paris, und es ging darum, die europäische Partnerschaft zu festigen. Freund und Feind rüsten sich also gleichermaßen gegen die zugleich aggressive wie isolationistische USA. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Aktuell richten sich alle Auge auf China, dem einzigen Land, das die US-Zölle 1:1 gekontert hat. Doch es sind nur Zölle und Rhetorik, Beijing schickt sich an, mit konkreten wirtschaftlichen Allianzen Gegendruck gegen die USA zu bilden. Neue RMB-Handelsabkommen im globalen Süden, verstärkte Direktinvestitionen in Asien und Afrika, der beschleunigte Aufbau eigener Halbleiterkapazitäten – all das zeigt: Beijing stellt sich auf eine langfristige geoökonomische Blockbildung ein. Die Belt-and-Road-Initiative erlebt eine Renaissance, und im Hintergrund läuft ein Rennen um technologische Souveränität. Während westliche Märkte an den Verwerfungen leiden, beginnt China, seine wirtschaftliche Rolle neu zu definieren – vorsichtig, aber strategisch.</span></p><h2>Bewertung: Der Abschlag bleibt – aber ist er noch gerechtfertigt?</h2><p><span style="font-weight: 400;">Trotz der besseren relativen Performance in diesem Jahr bleibt der Bewertungsabschlag chinesischer Aktien enorm. Der MSCI China Index (bzw. die entsprechenden ETFs) handeln mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im Bereich von 10 bis 11, während der S&amp;P 500 weiterhin ein KGV von über 20 aufweist. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist mitunter halb so hoch wie das vergleichbarer US-Titel. Die untere Übersicht zeigt die Bewertungen der größten 100 börsennotierten Unternehmen weltweit. Nimmt man die zukünftigen Gewinnprognosen zum Maßsstab, dann weisen US-Tech-Unternehmen die höchsten Bewertungen auf, während die großen chinesischen Unternehmen einstellige KGVs aufweisen. </span></p><h2><b>Die envestor-Expertise für Sie: Jetzt Info-Termin buchen</b></h2><p>Sie sind neugierig geworden, wie wir bei envestor <a href="https://envestor.de/individuelle-anlageberatung/">Anlegerportfolios konstruieren</a> und wetterfest machen? Sie möchten sich über unsere Dienstleistungen informieren? Hier können Sie ein<a href="https://app.cituro.com/booking/envestor#step=1"> unverbindliches Gespräch vereinbaren</a>. Mehr über den envestor Cashback, der investieren günstiger macht, als es Ihre Bank erlaubt,<a href="https://envestor.de/envestor-cashback/"> erfahren Sie hier</a>.</p>								</div>
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									<p><span style="font-weight: 400;">Diese Bewertungsdiskrepanz reflektiert die politischen Risiken der Vor-Trump-Ära. China galt als nicht investierbar. Aber das Bild hat sich geändert. Aktuell gelten US-Aktien, aber auch der Dollar und Treasuries längst nicht mehr als die sicheren Häfen, die sie über die vergangenen 80 Jahre waren, sondern als Risiko-Assets. Vor diesem Hintergrund lässt sich die These formulieren, dass China-Aktien möglicherweise falsch bewertet sind. Denn die Fundamentaldaten vieler chinesischer Unternehmen, insbesondere in den Tech-, Konsum- oder E-Mobility-Segmenten, bleiben solide. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Investoren, die sich an die neue geopolitische Realität anpassen, beginnen, sich diese Fehlbewertung anzuschauen &#8211; und zu handeln. Laut Morningstar-Daten haben China-Aktienfonds, die in Europa aufgelegt sind, im Februar und März die höchsten Netto-Zuflüsse verbucht seit Anfang 2023. Spiegelbildlich dazu sind die Zuflüsse in US-Aktienfonds auf das tiefste Niveau seit Anfang 2023 gefallen. Noch bemerkenswerter ist, dass inzwischen Fonds für US-Staatsanleihen für europäische Investoren noch unbeliebter sind als China-Bonds. Größenbereinigt verbuchen Treasury-Fonds höhere Abflüsse als Fonds für chinesische Staatsanleihen.</span></p><h2>China &#8211; kein Wunderland, aber deutliche Unterbewertung</h2><p><span style="font-weight: 400;">Natürlich ist China kein Selbstläufer. Die Binnenkonjunktur bleibt schwach, der Immobiliensektor steckt weiter in der Krise, die demografische Entwicklung ist negativ. Und die politischen Risiken – von plötzlichen regulatorischen Eingriffen bis zur Taiwan-Frage – lassen sich nicht schönreden.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Doch der Punkt ist: Diese Risiken sind eingepreist. Und das unterscheidet China 2025 von vielen anderen Märkten – etwa den USA, wo trotz hoher Bewertungen immer noch viel Optimismus einkalkuliert ist.<a href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/china-china-china-oder-doch-nicht" target="_blank" rel="noopener"> Wer in China investiert, wird nicht überrascht von schlechten Nachrichten</a>. Wer in US-Tech investiert, vielleicht schon.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Chinesische Aktien sind 2025 nicht die große Erfolgsstory – aber sie sind auch nicht mehr die große Enttäuschung. Während die Wall Street taumelt, zeigt der chinesische Markt eine Stabilität, die ihn aus antizyklischer Sicht interessant macht. Nicht als Ersatz für US-Titel, sondern als Beimischung in einem zunehmend multipolaren Anlageuniversum.</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Der amerikanische Exzeptionalismus war lange ein belastbares Investitionsnarrativ. Aber vielleicht beginnt 2025 eine neue Phase – eine, in der globale Märkte endlich wieder als gleichwertige Wettbewerber betrachtet werden müssen. Nicht alle gewinnen dabei. Aber China-Aktien sind zurück im Spiel. </span></p>								</div>
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		<title>Emerging Markets-Fonds – aber bitte ohne China</title>
		<link>https://envestor.de/emerging-marktes-fonds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ali Masarwah]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 14:43:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Markets]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kommen immer mehr Emerging Markets-Fonds auf den Markt, die chinesische Aktien ausschließen. Damit folgen Fondsanbieter ganz dem Zeitgeist. Wir zeigen, was diese Portfolios auszeichnet – und stellen die Frage, ob der Ausschluss Chinas wirklich eine gute Idee ist. Man muss es Xi Jinping lassen: Er hat es in nur wenigen Jahren geschafft, China vom [&#8230;]</p>
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									<p>Man muss es Xi Jinping lassen: Er hat es in nur wenigen Jahren geschafft, China vom Quasi-Paulus zum Voll-Saulus zu drehen. Für Entsetzen haben die Berichte gesorgt, dass China die muslimischen Uiguren massiv unterdrückt und ein Gulag-System in der nordchinesischen Region etabliert hat, das offenbar stalinistische Qualitäten hat. Darüber hinaus hat die bellizistische Politik Chinas gegenüber Taiwan und im südchinesischen Meer und die Unterstützung Russlands im Ukraine die westliche Öffentlichkeit aufgeschreckt. Selbst Finanzinvestoren, die gegenüber den Entwicklungen der großen Politik so lange indifferent sind, bis das Kind in den Brunnen gefallen sind, meiden das Reich der Mitte inzwischen. Das liegt weniger an der unappetitlichen Politik der KPC unter Xi Jinping, sondern an einer als willkürlich empfundenen Regulierungspolitik, die ganze Branchen gegen die Wand fährt – siehe <a href="https://thedlf.de/china-edtech-eine-bilanz-zwei-jahre-nach-dem-regulierungs-beben/" target="_blank" rel="noopener">China EdTech</a> und chinesische Digitalunternehmen. <a href="https://www.morningstar.com/news/marketwatch/20231130390/china-is-experiencing-an-exodus-of-foreign-investment-and-talent-xi-jinping-is-getting-worried" target="_blank" rel="noopener">Seit einigen Jahren flüchten Anleger in Scharen aus China-Aktien und China-Fonds.</a> </p><p>Die Fondsbranche wäre nicht die Fondsbranche, wenn sie nicht auf das China-Dilemma eine Antwort finden würde. Sie bringt immer häufiger Emerging Markets-Aktienfonds auf den Markt, die in ihren Anlagerichtlinien ein Investment in China ausschließen, Das beschränkt sich nicht nur auf aktiv verwaltete Fonds, sondern auch auf ETFs. Gab es vor 2022 allenfalls eine Hand voll Emerging Markets Fonds ex China, so sind allein in den vergangenen zwei Jahren nicht weniger als 17 dieser Fonds und ETFs in Europa auf den Markt gebracht worden. Emerging Markets-Fonds oder Emerging Markets-Fonds ohne China? Schauen wir in Kürze auf die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beiden Investment-Universen.</p>								</div>
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									<p>Bedenkt man, dass China in einem klassischen Emerging Markets Portfolio, das nach Börsenwert gewichtet ist,  rund 30 Prozent ausmacht, dann ist klar, dass ein Ausschluss Chinas dieses Portfolio grundlegend verändert. Die untere Tabelle zeigt die Länderaufteilung beim MSCI Emerging Markets und dem MSCI Emerging Markets ex China. Indien, Taiwan und Südkorea bilden das neue Triumvirat, dessen Gewicht gegenüber dem MSCI Emerging Markets von 43 Prozent auf 60 Prozent steigt. Kleinere Länder wie Griechenland, Polen, Thailand oder die Türkei gewinnen an Gewicht, bleiben aber mit unter drei Prozent insgesamt die Zwerge, die sie auch im MSCI Emerging Markets waren.</p>								</div>
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									<p><em>Angaben in Prozent, Daten per 30.11.2023, Quelle: Morningstar</em></p>								</div>
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									<p>Fällt China aus einem klassischen Marktportfolio, wird die Branchengewichtung deutlich weniger Tech-lastig. Technologie-Aktien machen im MSCI Emerging Markets ex China nur noch 21 Prozent statt 27 Prozent im MSCI Emerging Markets aus. Auch die Finanz- und Rohstoffbranchen verlieren an Gewicht. Derweil steigt infolge der wachsenden Bedeutung Indiens der Sektor der zyklischen Konsumgüter. Auch Telekoms und Gesundheit gewinnen an Gewicht.</p>								</div>
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									<p><em>Angaben in Prozent, Daten per 30.11.2023, Quelle: Morningstar</em></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Diversifikation, Risiko und Performance</h2>				</div>
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									<p>Die Zahl der Aktien im Marktportfolio ohne China sinkt deutlich – von 1.440 auf 670 Aktien. Die Konzentration an der Spitze nimmt dabei nur leicht zu: von 23 Prozent des Indexgewichts der zehn größten Aktien mit China auf 24 Prozent des Indexgewichts ohne China-Aktien. Es ist nicht verwunderlich, dass die Rendite im Marktportfolio ohne China in den vergangenen 1, 3 und 5 Jahren deutlich besser performt hat als das China-inklusive-Portfolio.</p><p>Während Märkte wie Indien und Brasilien stark zugelegt haben, ist China seit zwei Jahren der große Bremser. Hinsichtlich der Bewertungen gibt es keine großen Unterschiede. <a href="https://envestor.de/emerging-markets-envestments/" target="_blank" rel="noopener">Emerging Markets sind schon seit Jahren günstig</a>, ein wenig günstiger mit, aber immer noch günstig ohne China &#8211; die Kurs-Gewinn-Verhältnisse liegen jeweils zwischen 11 und 12, (fwd PEs).  Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis, ist bei beiden Marktportfolios mit rund 1,6 ähnlich günstig. Nur bei der Dividendenrendite liegt das Ex-China-Portfolio mit 3,4 Prozent merklich vor dem Portfolio inklusive China (3,2 Prozent)</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Gute Zahlen, dünne intellektuelle Grundlage</h2>				</div>
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									<p>Der obere kursorische Vergleich fällt zugunsten des Schwellenländer-Marktportfolios ohne China aus. Die Bewertungen sind ähnlich günstig, die Diversifikation auf Branchen- und Länderebene besser, und ein Marktportfolio ist mit 670 Aktien immer noch diversifiziert, auch wenn die Streuung bei 1400 Aktien natürlich breiter ist. Auch die Performance der vergangenen fünf Jahre war ohne China-Aktien deutlich besser.</p><p>Dennoch hinterlässt dieser Vergleich einen faden Beigeschmack. Viele Anleger werden der Vergangenheits-Performance hinterher optimieren und bei den Gefälligkeits-Produkten der Fondsbranche zuschlagen. Angesichts der schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen des chinesischen Regimes und seiner aggressiven Außenpolitik ist ein Desinvestment vertretbar. Allerdings wirft das die Frage auf, ob die indische Regierung unter Narendra Modi, der eine aggressive nationalistische Hindu-First-Politik betreibt und die ethnischen Minderheiten diskriminiert, so viel besser dasteht? Zuletzt haben Kanada und die USA schwerwiegende Vorwürfe gegen die indische Regierung erhoben, die offenbar Todesschwadrone gegen Oppositionelle im Ausland entsandt hat.</p><p>Es lässt sich ebenfalls über die demokratischen Qualitäten Südafrikas und Mexikos streiten, und ich bezweifele, ob die Anleger, die heute im Brasilien Lula da Silvas investieren, gestern unter dem Rechtsextremisten Jair Bolsonaro einen Bogen um brasilianische Aktien gemacht haben? <a href="https://thedlf.de/risikofaktor-geopolitik-5-dinge-die-anleger-beruecksichtigen-sollten/" target="_blank" rel="noopener">Es gibt gute Gründe, auch politische Faktoren in die Fonds- und Aktienanalyse einzubeziehen</a>. Eine Mit-oder-ohne-China-Dichotomie ist allerdings  unterkomplex und wird der Fragestellung, wie man oder frau in Emerging Markets investieren will, intellektuell nicht gerecht. Aus diesem Grund werden wir in den nächsten Wochen einige Überlegungen und Prämissen zu Emerging Markets Investments anstellen.</p>								</div>
				</div>
					</div>
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				</div>
		<p>The post <a href="https://envestor.de/emerging-marktes-fonds/">Emerging Markets-Fonds – aber bitte ohne China</a> appeared first on <a href="https://envestor.de">envestor.de</a>.</p>
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		<title>Aberdeen Standard China A Share: Echt mehr Wert</title>
		<link>https://envestor.de/aberdeen-standard-china-a-share-echt-mehr-wert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ali Masarwah]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 07:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[A14NSW]]></category>
		<category><![CDATA[Aberdeen Standard Investments]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China A-Shares]]></category>
		<category><![CDATA[Don Amstad]]></category>
		<category><![CDATA[LU1146622755]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Aberdeen Standard SICAV I &#8211; China A Share Equity Fund (ISIN: LU1146622755, WKN: A14NSW) zählt zu unseren drei empfehlenswerten Fonds für China Aktien. Hierbei deckt er ein spezielles Marktsegment, nämlich das der chinesischen A-Aktien ab. Und hier zeigt sich der Mehrwert von aktivem Management in besonders beeindruckender Weise. Der Zusatzertrag, den der Fonds seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>Aberdeen Standard SICAV I &#8211; China A Share Equity Fund </strong>(ISIN: LU1146622755, WKN: A14NSW) zählt zu unseren drei empfehlenswerten Fonds für China Aktien. Hierbei deckt er ein spezielles Marktsegment, nämlich das der <a href="https://envestor.de/china-aktien/">chinesischen A-Aktien</a> ab. Und hier zeigt sich der Mehrwert von aktivem Management in besonders beeindruckender Weise.</p>
<figure id="attachment_14735" aria-describedby="caption-attachment-14735" style="width: 959px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2021/07/Aberdeen-Standard-China-A-Share-vs-Benchmark.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14735" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/Aberdeen-Standard-China-A-Share-vs-Benchmark.png" alt="" width="959" height="677" /></a><figcaption id="caption-attachment-14735" class="wp-caption-text">Aberdeen Standard China A Share Fund vs MSCI China A Onshore Index seit Juni 2015 (Stand: 20.07.2021, Quelle: Morningstar)</figcaption></figure>
<p>Der Zusatzertrag, den der Fonds seit seiner Auflage im Jahr 2015 gegenüber seiner Benchmark erwirtschaftet hat, beträgt 15 Prozent – pro Jahr! Was steckt hinter dieser Outperformance?</p>
<h2>Aberdeen Standard China A Share: Ein sehr konzentriertes Portfolio in einem sehr weiten Feld</h2>
<p>Das Marktsegment der chinesischen Festlandaktien besteht aus rund 4.000 Unternehmen. Im Aberdeen Standard China A Share Fund sind aber nur 30 bis 40 Aktien enthalten. Auf die Frage warum der Fonds derart konzentriert ist, antwortete Don Amstad (Head of Investment Specialists APAC bei Aberdeen Standard Investments) in einem Envestor-Interview Ende letzten Jahres: „Der A-Aktienmarkt in China besteht nicht nur aus Vorzeige-Unternehmen. Bei den Besuchen und Meetings mit den jeweiligen Verantwortlichen stellen wir immer wieder Ungereimtheiten fest und kommen zu dem Schluss, dass viele Unternehmen nicht geeignet sind. Qualität ist aber für die Auswahl der Titel oberstes Gebot.“</p>
<p>Im Grunde ist damit die Anlagestrategie des Fonds schon sehr gut umschrieben. Es handelt sich um eine Art „Best Ideas“-Ansatz. Die Aktienauswahl resultiert aus Unternehmensanalysen wobei der Fokus klar auf der Qualität der Unternehmen liegt. Nur die Aktien, von denen Fondsmanager und Analysten am meisten überzeugt sind, schaffen es ins Portfolio.</p>
<h2>Aberdeen Standard Investment: Globale Präsenz, lokale Expertise</h2>
<p>Und hier liegt des Pudels Kern: Aberdeen Standard ist ein Investmenthaus mit schottischen Wurzeln, das aber weltweit Niederlassungen betreibt. Das Asien-Pazifik Team besteht aus insgesamt 39 Analysten und Portfoliomanagern, die an sieben Standorten, unter anderem in Shanghai und Hongkong sitzen. Diese lokale Präsenz ermöglicht Research aus erster Hand und ist unseres Erachtens die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Fondsmanagement &#8211; insbesondere in einem so speziellen Marktsegment. Aberdeen Standard ist seit 1992 in Asien vor Ort und investiert seit mehr als 30 Jahren aktiv in China. Den Aberdeen Standard China A Share Fund gibt es seit 2015.</p>
<p>Das Fondsvolumen beträgt mittlerweile über fünf Milliarden US-Dollar. Dies ist einerseits eine beeindruckende Erfolgsbilanz, andererseits ist das hohe Fondsvolumen in Anbetracht der recht klein kapitalisierten Unternehmen in die investiert wird, auch durchaus kritisch zu sehen. Sollte es in Stressphasen zu erhöhten Mittelabflüssen kommen, dürfte es schwierig werden, die wenig liquiden Aktien aus dem Portfolio zu verkaufen, ohne dabei selbst den Preis nach unten zu treiben. Auf unsere Rückfrage an Aberdeen, wieviel Volumen in dem Fonds bei gleichbleibender Anlage-Philosophie gestemmt werden kann, kam die Antwort, dass es keine festgelegte Kapazitätsobergrenze gäbe, aber durch laufende Stresstests die Liquidität des Portfolios fortlaufend bewertet werde.</p>
<h2>In was investiert der Aberdeen Standard China A Share Fund?</h2>
<p>Wie bereits beschrieben, ist das Portfolio das Ergebnis von Bottom-up Unternehmensanalysen. Dennoch kristallisieren sich übergeordnete Anlagethemen heraus, die im Fonds repräsentiert sind. Diese sind:</p>
<ul>
<li>Sich verändernde Arbeits- und Konsummuster infolge von COVID-19</li>
<li>Steigende strukturelle Nachfrage in den Bereichen Gesundheit und Versicherungsprodukte</li>
<li>China als Drehscheibe für die Einführung erneuerbarer Energien</li>
</ul>
<p>Die Unternehmen, in die der Fonds investiert, lassen sich tendenziell wie folgt charakterisieren: Es sind Unternehmen mit eher kleinerer Marktkapitalisierung und hohem Wachstum, sowie niedrigem Verschuldungsgrad, sprich soliden Bilanzen.</p>
<p>Erwähnenswert ist, dass die Aktienauswahl ESG-Kriterien unterliegt. ESG-basierte Investmentansätze werden sukzessive zum „Normalfall“. Hier heißt es aber aufgepasst: Zahlreiche Investmenthäuser betreiben hier Greenwashing und es empfiehlt sich, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir haben dies getan und Aberdeen als ein Haus eingestuft, das ESG-Ansätze ernst nimmt und nicht erst seit kurzer Zeit praktiziert. Auch die Tatsache, dass von den zwölf Investmentspezialisten, die in China ansässig sind, drei ESG-Spezialisten sind, spricht aus unserer Sicht für die Glaubwürdigkeit der ESG-geprägten Anlagepolitik.</p>
<h2>Den Aberdeen Standard China A Share ohne Ausgabeaufschlag handeln …</h2>
<p>Die Verwaltungsgebühr des Fonds liegt bei 1,75 Prozent pro Jahr. Das ist teuer, wenn auch nicht ungewöhnlich für einen solch spezialisierten Investmentfonds. Der Ausgabeaufschlag entfällt bei Envestor sowohl für Kunden von Envestor Beratung, wie auch von Envestor Direkt. Eine erfolgsabhängige Vergütung (Performance Fee) wird nicht erhoben.</p>
<h3>… und bei Envestor Cashback zurück auf die Vertriebsgebühren</h3>
<p>Eine weitere gute Nachricht in Sachen Kosten ist, dass die Selbstentscheider unter den Envestoren – also die Envestor Direkt Kunden – einen ordentlichen Teil der laufenden Gebühren zurückerstattet bekommen. Der maximale Cashback auf die Vertriebsgebühr beläuft sich beim Aberdeen Standard China A Share auf 0,67 Prozent pro Jahr. Dies gilt für Kunden, die den Fonds bei der Fondsdepot Bank verwahren und bei Envestor betreuen lassen.</p>
<p>(Für die Konditionen, die bei der Ebase und der FIL Fondsbank winken, hier <a href="https://app.envestor.de/#/access/login">anmelden</a> oder <a href="https://app.envestor.de/#/access/register">registrieren</a> und den Envestor Spareffekt berechnen)</p>
<p>Die untere Grafik verdeutlicht, wie viel diese 0,67 Prozent an jährlich gesparten Kosten ausmachen. Wer 25.000 Euro in den Fonds investiert, bekommt nach zehn Jahren – bei einer angenommenen Rendite von sechs Prozent pro Jahr – 2.525 Euro von Envestor zurückerstattet. Wer dagegen bisher bei seiner Bank den vollen Ausgabeaufschlag zahlt, der optimiert seinen Cashflow um 4.041 Euro in zehn Jahren.</p>
<figure id="attachment_14736" aria-describedby="caption-attachment-14736" style="width: 583px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2021/07/Aberdeen-Standard-China-A-Share-Cashback.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14736" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/Aberdeen-Standard-China-A-Share-Cashback.png" alt="" width="583" height="628" /></a><figcaption id="caption-attachment-14736" class="wp-caption-text">Envestor Cashback beim Aberdeen Standard China A Share Fund (Quelle: Envestor)</figcaption></figure>
<h2>Aberdeen Standard China A Share Fund: Die Bewertung</h2>
<p>Unser Fazit und die Bewertung lauten: Der Aberdeen Standard China A Share Fund ist ein empfehlenswerter Fonds für chinesische Festlandaktien. Unseres Erachtens lassen sich solche Fonds nur vor Ort erfolgreich verwalten. Fondsmanager und Analysten müssen in die örtliche Infrastruktur eingebunden sein und brauchen direkten Zugang zu Unternehmen. Aberdeen verfügt über diese Ressourcen und darüber hinaus über eine langjährige Erfahrung beim Investieren in China. Die vergleichsweise hohen Kosten sind ein Kritikpunkt, der aber durch das Envestor-Direkt Preismodell abgefedert wird. Das Fondsvolumen sollte man im Auge behalten. Sollte es substantiell ansteigen, bleibt es spannend zu sehen, wie Aberdeen darauf reagiert. Im Grunde gibt es dann nur zwei Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>Den Fonds Neuanlegern nicht mehr zugänglich zu machen, um die bestehenden Investoren nicht zu schädigen oder</li>
<li>mehr Aktien in das Portfolio aufzunehmen, was im Ergebnis aber zu einer Verwässerung der Best-Ideas Strategie führen würde.</li>
</ul>
<p>Das aktuelle Fondsvolumen sollte aber aus unserer Sicht noch handhabbar sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2021/05/Fondsvermittler-Envestor.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13352" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/Fondsvermittler-Envestor.jpeg" alt="Grafik Jetzt Depot eröffnen" width="640" height="387" /></a></p>
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		<title>China Fonds: Das Reich der Mitte dominiert die Emerging Markets</title>
		<link>https://envestor.de/china-fonds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ali Masarwah]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2021 14:34:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fonds & Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China Fonds]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Markets]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was finden Anleger vor, wenn sie in China Fonds investieren? Welche Eigenschaften haben sie? Wie wichtig sind China Aktien in Schwellenländer generell? Im ersten Teil unserer Serie zu China Aktien haben wir die Rahmenbedingungen für Investoren in China gezeigt. Im zweiten Teil gehen wir auf die Performance und das Risiko von China Aktien ein und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was finden Anleger vor, wenn sie in <strong>China Fonds</strong> investieren? Welche Eigenschaften haben sie? Wie wichtig sind China Aktien in Schwellenländer generell? Im ersten Teil unserer Serie zu China Aktien haben wir die Rahmenbedingungen für Investoren in China gezeigt. Im zweiten Teil gehen wir auf die Performance und das Risiko von China Aktien ein und bringen eine Übersicht zu China Aktienfonds. Dabei kommen wir auf die Rolle von China Aktien in den Emerging Markets zu sprechen.</p>
<h2>Ich meine China, wenn ich Emerging Markets sage</h2>
<p>Die Entwicklung der Emerging Markets in den vergangenen 15 Jahren ist ein Spiegel des rasanten Aufstieg Chinas und der kleineren asiatischen Tigerstaaten. Das veranschaulicht die Rolle dieser Region im MSCI Emerging Markets Index. Damals, 2006, hatten die asiatischen Schwellenländer ein Gewicht von 22 Prozent in dem Schwellenländer Referenz-Index, dicht gefolgt von Lateinamerika mit knapp 18 Prozent und Osteuropa-Aktien mit 14,3 Prozent. Nahost-Aktien machten damals knapp drei Prozent des Gewichts der Schwellenländer-Aktien aus.</p>
<p>Die orangefarbene Linie in der unteren Grafik stellt das Gewicht chinesischer Aktien als Teilbereich der asiatischen Schwellenländer dar (seit 2018 einschließlich A-Shares); Mitte 2006 waren China-Titel noch mit lediglich 9,4 Prozent im MSCI Emerging Markets Index gewichtet.</p>
<p>15 Jahre später stellt sich die Situation gänzlich anders dar. Asiatische Schwellenländer dominierten per Ende Mai den Index mit knapp 52 Prozent. China macht mit 42 Prozent den Löwenanteil aus. Lateinamerika ist inzwischen nur noch mit 7,5 Prozent gewichtet, Osteuropa ist mit 4,3 Prozent sogar hinter Nahost-Aktien zurückgefallen, die wiederum zeitweilig überhaupt nicht im Index vertreten waren und nur dank saudi-arabischer Titel derzeit wieder mit 4,6 Prozent „dabei sind“.</p>
<h2>Die schleichende Dominanz Chinas im MSCI Emerging Markets</h2>
<figure id="attachment_14725" aria-describedby="caption-attachment-14725" style="width: 951px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2021/07/MSCI-EM-CHina-mit-A-Shares.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14725" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/MSCI-EM-CHina-mit-A-Shares.png" alt="Rolle chinesischer Aktien in den Schwellenländern" width="951" height="591" /></a><figcaption id="caption-attachment-14725" class="wp-caption-text">Stand der Daten: 31.5.2021, Quelle: MSCI, Morningstar</figcaption></figure>
<p>Einen Schub bekamen China-Aktien durch die Entscheidung des Indexanbieters MSCI im Juni 2017, China A-Shares in die globalen und regionalen Schwellenländer Aktienindizes zu integrieren. Ab Mai 2018 wurden in insgesamt vier Schritten Festlandsaktien in den MSCI Emerging Markets aufgenommen. Zunächst wurden fünf Prozent der A-Aktien als „Index-tauglich“ definiert.</p>
<p>Das A Shares Universum wurde dann in drei weiteren Fünf-Prozent-Schritten ab Mai 2019 auf 20 Prozent des relevanten Universums von Festlandsaktien erweitert. Von 222 A-Aktien im Mai 2018 erhöhte sich die Zahl der Festlandsaktien im MSCI Emerging Markets auf 421 Titel im Mai 2019.</p>
<h2>Technische, keine prinzipiellen Grenzen für A Shares</h2>
<p>Auch wenn sich MSCI vorerst dagegen entschieden hat, das Universum der A-Shares<a href="https://www.msci.com/documents/1296102/12275477/China_A_Further_Weight_Increase_Feb_2019_Presentation.pdf"> über 20 Prozent hinaus zu erweitern und sich dabei auf den Input von institutionellen Investoren berief,</a> so dürfte das nur ein Hindernis auf Zeit sein. Es geht hier nur um technische Hürden, etwa die Begrenzung des täglichen Handels auf bestimmte Quoten, unterschiedliche gesetzliche Feiertage in Hongkong und Festlandchina sowie Einschränkungen beim Day Trading und der Wertpapierleihe.</p>
<p>Es ist daher keine Prophetie, dass in den nächsten Jahren diese Hürden fallen werden und der Anteil von China-Aktien perspektivisch auf deutlich über 50 Prozent des MSCI Emerging Markets steigen wird. Vielleicht wird ja die <a href="https://envestor.de/envestornews/msci-world-index-segen-der-vergangenheit-fluch-der-zukunft/">Dominanz der USA im MSCI World</a> in wenigen Jahren parallelisiert von einer entsprechenden Unwucht im MSCI Emerging Markets?</p>
<p>Kommen wir nun zur Frage der Performance und zum Risiko. Wie haben sich China Aktien bzw. die einzelnen Segmente in den vergangenen Jahren entwickelt – zueinander und im Vergleich zu Emerging Markets generell? Die untere Übersicht zeigt, dass chinesische Aktien seit 2016 sehr gute Zeiten (2017, 2020), aber auch sehr schlechte Zeiten (2016, 2018) gesehen haben im Vergleich zu Aktien aus Europa oder den USA. Das geht aus der farblichen Markierung der Zellen (Jahr für Jahr im Vergleich; je grüner, desto besser, je röter, desto schlechter) hervor.</p>
<p>In den vergangenen zehn Jahren fiel die Performance von China Aktien im Vergleich zum S&amp;P 500, Nikkei, aber auch zum MSCI Europe insgesamt eher bescheiden aus. Wegen der gigantischen Outperformance 2019 war die Zehnjahres-Bilanz von China A-Shares indes deutlich besser als die Bilanz chinesischer Aktien aus anderen Segmenten, etwa Hongkong. Angesichts der hohen Volatilität und der hohen Drawdowns sind die Risiko-adjustierten Renditen noch bescheidener.</p>
<h2>China-Indizes kontra globale Benchmarks: Performance und Risikovergleich</h2>
 Performance (10 Jahre p.a.), in lokal. Whg. und %, Volatilität (p.a.) und max. Verlust in %, Daten per 19.7.2021, Quelle: Morningstar
<p>Wenn China Aktien auf Index Ebene keine Selbstläufer sind, dann gilt das auch für die Fonds-Ebene. Die untere Ansicht zeigt die identischen Datenpunkte mit der identischen Tendenz. Auch hier konnten China Fonds – erneut mit der Ausnahme von China A Fonds – keine Bäume ausreißen.</p>
<h2>China Fonds kontra globale Fondskategorien: Ein Vergleich</h2>
 Performance (10 Jahre p.a., in lokal. Whg. und %, Volatilität (p.a.) und max. Verlust in %, Daten per 19.7.2021, Quelle: Morningstar
 Performance (10 Jahre p.a., in lokal. Whg. und %, Volatilität (p.a.) und max. Verlust in %, Daten per 19.7.2021, Quelle: Morningstar
<h2>Performance und Korrelationen: Mehr als Western von gestern?</h2>
<p>Allerdings spricht ein wichtiger Punkt für China Aktien. Die Performance des Jahres 2020. In der Corona-Krise konnte der autoritäre Staat seine Handlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit radikalen Lockdown-Maßnahmen im Epizentrum des Infektionsgeschehens in Wuhan gelang es den chinesischen Behörden, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Folglich ist die chinesische Wirtschaft recht schnell der Krise entstiegen, und das hat auch die Aktienkurse im vergangenen Jahr beflügelt.</p>
<p>Das ist nicht nur für die Performance angenehm. Denn es zeigt, dass China Aktien etwas bieten, was viele Anleger sehr mögen: Diversifikationsvorteile. Egal, ob es sich um China A Aktien handelt oder um die verschiedenen Segmente in einem Index (MSCI China): Der Gleichklang mit Indizes wie dem S&amp;P 500 oder dem MSCI Europe sind gering. Zwar wird die zunehmende Integration des chinesischen Marktes in die globale Finanzwelt zu einer Abnahme von Diversifikationseffekten führen. Bis auf Weiteres gilt aber: China Aktien mögen zwar in der Vergangenheit keine Performance-Rakete gewesen sein, ihre Diversifikationswirkung war derweil sehr ordentlich.</p>
<h2>Korrelationsmatrix: China Aktien konnten 2016 bis 2021 Portfolios diversifizieren</h2>
<figure id="attachment_14728" aria-describedby="caption-attachment-14728" style="width: 686px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2021/07/China-Fonds-korrelationen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14728" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/China-Fonds-korrelationen.png" alt="China Fonds Korrelationen" width="686" height="313" /></a><figcaption id="caption-attachment-14728" class="wp-caption-text">Korrelation fünf Jahre, Basiswährung Märkte, Quelle: Morningstar</figcaption></figure>
<h2>Drei Fonds auf der Envestor Empfehlungsliste</h2>
<p>Wir wollen nun zu einigen empfehlenswerten Fonds kommen. Weil wir der Meinung sind, dass China Aktien zum Fonds-Repertoire von Anlegern zählen werden, stellen wir im Folgenden drei Fonds vor, die wir für empfehlenswert halten. Wegen der vielen politischen und markttechnischen Besonderheiten des chinesischen Aktienmarkts sollten Investoren auf aktiv verwaltete Produkte zurückgreifen. ETFs haben bei China Aktien mit dem Nachteil der geringeren Effizienz der Märkte zu kämpfen. Hinter dem Fondsnamen befindet sich ein Hyperlink, der Sie zu den ausführlichen Fondsportraits führt.</p>
<p>Dabei gehen wir von drei verschiedenen Anlegertypen aus. Einmal den Anleger, der genug Vermögen auf die Waage bringt, um China A Shares als eigene Allokation zu berücksichtigen. Hier haben wir den <a href="https://envestor.de/aberdeen-standard-china-a-share-echt-mehr-wert/">Aberdeen Standard China A Share</a> für Sie ausgewählt. Wer das tut, folgt der Annahme, dass an China-Festlands-Aktien kein Weg vorbeiführt.</p>
<p>Investoren, die keine Konzentration auf A-Shares möchten, aber eine Gesamt-China-Position aufmachen möchten (und es dem Fondsmanager überlassen, auf welche Segmente des chinesischen Marktes er setzen möchte), legen wir den <a href="https://envestor.de/schroder-isf-china-opportunities/">Schroder ISF China Opportunities</a> nah.</p>
<p>Für Anleger, deren Portfolios mangels Masse dagegen nur eine allgemeine Emerging Markets-Position vertragen können, empfehlen wir den <a href="https://envestor.de/jpmorgan-emerging-markets-equity/">JPMorgan Emerging Markets Equity</a>. Dieser Fonds setzt bereits seit geraumer Zeit auf China A Shares (lange, bevor im MSCI Emerging Markets A-Shares berücksichtigt wurden). Auch Hongkong und Taiwan sind mit von der Partie. Das führt insgesamt zu einer Asienquote von gut 75 Prozent – zwei Punkte mehr als der durchschnittliche Emerging Markets Aktienfonds. Das zeigt, dass auch bei breiter gefassten Emerging Markets Fonds die China- bzw. Asien-Quote andere Regionen regelrecht zwergt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>China A-Shares unter den Top Sellern: Aktives Management zahlt sich aus</title>
		<link>https://envestor.de/china-a-shares-erstmals-unter-den-top-sellern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ali Masarwah]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2020 15:29:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envestor Research]]></category>
		<category><![CDATA[Fonds & Community]]></category>
		<category><![CDATA[BIT Global Internet Leaders 30 R - I]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China A-Shares]]></category>
		<category><![CDATA[DWS Rendite Optima]]></category>
		<category><![CDATA[Envestor Community]]></category>
		<category><![CDATA[iShares MSCI China A UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Robeco Global Consumer Trends D €]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Seller-Fonds]]></category>
		<category><![CDATA[UBS (Irl) Investor Selection - Equity Opportunity Long Short Fund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China A-Shares sind zurzeit angesagt. Definitiv. Gerade einmal drei Tage ist es her, dass wir mit Don Amstad von Aberdeen Standard Investments in einem Envestor-Interview über das Thema gesprochen haben. Und heute ist ein Fonds für diese Anlageklasse erstmals unter den Top Sellern &#8211; und das auch gleich auf Platz 1. Das Spannende daran: Im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>China A-Shares sind zurzeit angesagt. Definitiv. Gerade einmal drei Tage ist es her, dass wir <a href="https://envestor.de/envestor-interview-don-amstad-von-aberdeen-standard-investments-zu-china-a-shares/">mit Don Amstad von Aberdeen Standard Investments in einem Envestor-Interview</a> über das Thema gesprochen haben. Und heute ist ein Fonds für diese Anlageklasse erstmals unter den Top Sellern &#8211; und das auch gleich auf Platz 1. Das Spannende daran: Im Falle des <span>Aberdeen Standard I China A Share Equity sprechen wir von einem aktiv verwalteten Fonds, beim heutigen Top Seller, dem iShares MSCI China A UCITS ETF handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds und damit um eine passive Lösung.</span></p>
<h2>China A-Shares ein klarer Fall für aktives Management</h2>
<p>Zwischen beiden gibt es einige Gemeinsamkeiten &#8211; und deutliche Unterschiede. Beide, der Aberdeen-Fonds und der iShares-ETF, gehören zur selben Morningstar-Kategorie: MSCI China A Onshore. Beide haben sich außerdem im laufenden Jahr mehr als erfreulich entwickelt. Allerdings beginnen an dieser Stelle auch schon die großen Unterschiede. Bei einer vergleichbaren Standardabweichung von etwas unter 19 legte der aktive Fonds von Aberdeen Standard 30,72 Prozent zu, beim ETF von iShares waren es 26,03 Prozent.</p>
<p>Über ein Jahr schaffte der Aberdeen-Fonds ein Plus von 38,36 Prozent, der iShares nur von 34,18 Prozent. Über drei Jahre waren es 67,59 Prozent für den aktiven Fonds im Vergleich zu 33,03 Prozent für die passive Lösung und über fünf Jahre stehen 116,62 Prozent für das aktive Management zu Buche, während es der Indexfonds auf etwa ein Viertel, nämlich auf 29,04 Prozent bringt. Für den Aberdeen Standard China A Share Equity Fund bedeutet diese Performance, dass er seine Benchmark über fünf Jahre um 14,83 Prozent geschlagen hat &#8211; pro Jahr wohlgemerkt. (Alle Performance-Angaben Stand: 04.12.2020). Ein klares Indiz dafür, dass gerade in weniger effizienten Bereichen der Aktienmärkte mit einem aktiven Ansatz echter Mehrwert zu erzielen ist.</p>
<h2>Hier die Kurzporträts der aktuellen Top-Seller</h2>
<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/20201207_TSF_Platz-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11328 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/20201207_TSF_Platz-1.png" alt="iShares MSCI China A UCITS ETF USD (Acc) - ISIN: IE00BQT3WG13 / WKN: A12DPT" width="794" height="794" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/20201207_TSF_Platz-2.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11329 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/20201207_TSF_Platz-2.png" alt="BIT Global Internet Leaders 30 R - I - ISIN: DE000A2N8127 / WKN: A2N812" width="794" height="794" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/20201207_TSF_Platz-3.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11330 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/20201207_TSF_Platz-3.png" alt="Robeco Global Consumer Trends D € - ISIN: LU0187079347 / WKN: A0CA0W" width="794" height="794" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/20201207_TSF_Platz-4.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11331 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/20201207_TSF_Platz-4.png" alt="DWS Rendite Optima - ISIN: LU0069679222 / WKN: 986329" width="794" height="794" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/20201207_TSF_Platz-5.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11332 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/20201207_TSF_Platz-5.png" alt="UBS (Irl) Investor Selection - Equity Opportunity Long Short Fund - (EUR) P-PF- acc - ISIN: IE00BSSWB770  / WKN: A14NCE" width="794" height="794" /></a></p>
<h2 style="text-align: left;">Sie möchten China A-Shares und andere Fonds kostengünstig kaufen?</h2>
<p><span style="color: #000000;">Wenn Sie noch kein Depot haben, dann können Sie jetzt ein <a style="color: #000000;" href="https://www.ffb.de/public/depoteroeffnung/index.html#index?partner=97157ad673d10e9eae89e47b46045f1886ac7ec620683c6ad91c4163bd89a7f90bf311ad4ab536319a978449926b9e0a5bbe">Depot bei unserer Partnerbank FFB</a> komplett online eröffnen. Die FFB ist eine spezialisierte deutsche Fondsbank und gehört zu Fidelity International, einer eigenständigen inhabergeführten Fondsgesellschaft.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Haben Sie bereits ein Depot und möchten künftig vom Envestor Spareffekt profitieren? <span style="caret-color: #000000;">Dann</span> können Sie Ihr bestehendes Depot zu einer unserer Partnerbanken übertragen. Unsere Partnerbanken sind:</span></p>
<ul class="list-default">
<li><span style="color: #333333;">AAB &#8211; Augsburger Aktienbank</span></li>
<li><span style="color: #333333;">DWS Deutschland</span></li>
<li><span style="color: #333333;">DWS Luxemburg</span></li>
<li><span style="color: #333333;">Ebase</span></li>
<li><span style="color: #333333;">FFB &#8211; FIL Fondsbank</span></li>
<li><span style="color: #333333;">Fondsdepot Bank</span></li>
</ul>
<h3><span style="color: #000000;"><a href="https://app.envestor.de/#/access/register">Registrieren Sie sich hier und nutzen Sie unseren Online-Assistenten für die Depot-Übertragung!</a></span></h3>
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		<enclosure url="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/TopSeller_Trenner_Hauptthema_2zeilig_ohne-Swipe_links.png" length="26126" type="image/png" />	</item>
		<item>
		<title>Envestor Interview: Don Amstad von Aberdeen Standard Investments zu China A-Shares</title>
		<link>https://envestor.de/envestor-interview-don-amstad-von-aberdeen-standard-investments-zu-china-a-shares/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ali Masarwah]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2020 12:44:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envestor Research]]></category>
		<category><![CDATA[Fonds & Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[A Shares]]></category>
		<category><![CDATA[Aberdeen]]></category>
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		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China A-Shares]]></category>
		<category><![CDATA[Don Amstad]]></category>
		<category><![CDATA[Envestor Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China A-Shares könnte man umgangssprachlich auch als chinesische Festlandsaktien bezeichnen. Dabei handelt es sich um Unternehmen, deren Aktien in Renmimbi an den Börsen Shanghai und Shenzen gehandelt werden. Insgesamt machen diese &#8222;Festlandsaktien&#8220; etwa 70 Prozent des chinesischen Aktienmarktes aus. China A-Shares profitieren von einer steigenden Binnennachfrage und sind weniger stark abhängig von globalen Entwicklungen. Das [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>China A-Shares könnte man umgangssprachlich auch als chinesische Festlandsaktien bezeichnen. Dabei handelt es sich um Unternehmen, deren Aktien in Renmimbi an den Börsen Shanghai und Shenzen gehandelt werden. Insgesamt machen diese &#8222;Festlandsaktien&#8220; etwa 70 Prozent des chinesischen Aktienmarktes aus. China A-Shares profitieren von einer steigenden Binnennachfrage und sind weniger stark abhängig von globalen Entwicklungen. Das hat – zumindest in der Vergangenheit –<span> </span>zu einer sehr niedrigen Korrelation mit den Aktienmärkten in Europa und den USA geführt hat.</p>
<figure id="attachment_11295" aria-describedby="caption-attachment-11295" style="width: 2200px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/DON_MW-Über-Schulter.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11295 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/DON_MW-Ueber-Schulter.jpg" alt="Don Amstad im Interview mit Michael Weisz" width="2200" height="1473" /></a><figcaption id="caption-attachment-11295" class="wp-caption-text">Don Amstad von Aberdeen Standard Investments spricht im Interview mit Michael Weisz von Envestor über China A-Shares</figcaption></figure>
<p><strong>Hallo Don, </strong><strong>schön Sie mal wieder persönlich zu sprechen, wenn auch nicht bei Fish &amp; Chips wie beim letzten Mal in London. Heute klappt es Corona-bedingt nur per Video-Konferenz nach Singapur. Kurze Frage vorab: Müssen Sie tatsächlich auch im Büro am Arbeitsplatz Masken tragen?</strong></p>
<p>Don Amstad: Ja, in Singapur sind die Corona-Auflagen sehr hoch und man achtet darauf, dass die Hygiene-Regeln eingehalten werden.</p>
<p><strong>Dagegen haben wir in Deutschland eher einen Lockdown light. Doch nun zum Thema: Aus gegebenem Anlass würde ich Sie gerne nach dem gerade erst beschlossenen Freihandelsabkommen RCEP fragen. Das ist immerhin das größte Freihandelsabkommen der Welt, in dem China eine maßgebliche Rolle spielt. Was denken Sie, wie sich das auf den chinesischen Aktienmarkt, insbesondere auf das Marktsegment der A-Shares auswirken wird?</strong></p>
<p>Man muss ganz klar sagen, dass hier nicht nur die Aktienmärkte profitieren. Der Ausbau der Wirtschaft und auch der Infrastruktur trägt wesentlich dazu bei, dass sich auch Regionen entwickeln, die wir heute noch gar nicht berücksichtigen. Der chinesische Festlands-Aktienmarkt ist noch sehr unausgewogen und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter konsolidieren.</p>
<p><strong>Das heißt, Sie gehen von einem starken Wachstum des Binnenmarktes aus. Was bedeutet das für Ihren Fonds? Welche Branchen und Sektoren sind besonders prominent vertreten?</strong></p>
<p>Finanzen, Konsum, Informationstechnologie und Healthcare sind die Bereiche die wir aktuell besonders fokussieren. Gerade durch Corona haben die beiden letztgenannten Sektoren in diesem Jahr eine besondere Entwicklung genommen.</p>
<p><strong>Wenn man Ihren Fonds genauer anschaut, stellt man fest, dass er sehr konzentriert ist. Aktuell sind nur etwa 35 Aktien im Portfolio. Das gesamte Marktsegment besteht aus über 3.600 Titeln! Warum so fokussiert?</strong></p>
<p>Der A-Aktienmarkt in China besteht nicht nur aus „Vorzeige-Unternehmen“. Bei den Besuchen und Meetings mit den jeweiligen Verantwortlichen stellen wir immer wieder Ungereimtheiten fest und kommen zu dem Schluss, dass viele Unternehmen nicht geeignet sind. Qualität ist aber für die Auswahl der Titel oberstes Gebot.</p>
<p><strong>Das heißt auch, die Überprüfung der Governance bei Unternehmen spielt eine wichtige Rolle.</strong></p>
<p>Absolut. Man sollte aber generell die Unternehmen in ihrer Gesamtheit prüfen und regelmäßig kontrollieren. Für uns als aktiver Asset Manager ist das grundlegend.</p>
<p><strong>Das geht nicht ohne Research vor Ort. Wie decken Sie das Marktsegment auf der Research-Seite ab?</strong></p>
<p>Wir sind seit Beginn der 1980er Jahre lokal in Asien tätig und haben nun acht Standorte mit über 40 Kollegen aufgebaut. In China sind wir direkt in Hongkong und Shanghai vertreten.</p>
<p><strong>Ein derzeit leider unvermeidliches Thema ist die Corona-Pandemie. Rückblickend betrachtet sind China und auch der Aktienmarkt gut durch die Krise gekommen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?</strong></p>
<p>Am Anfang des Jahres konnte sich niemand vorstellen, welche Entwicklung die Pandemie nehmen<span> </span>würde. Die chinesische Regierung hat durch konsequente Maßnahmen wie einen Lockdown und ein Paket unterschiedlicher Hygiene-Maßnahmen gleich dafür gesorgt, dass sich Corona nicht schneller ausbreiten konnte. Der anfängliche Rückgang der Wirtschaftsleistung wurde durch eine solide Erholung im Sommer wieder gestoppt und im Augenblick läuft es wieder hervorragend.</p>
<p><strong>Das spiegelt sich ja auch in der Performance des Fonds wider. Er liegt auf Jahressicht über 25 Prozent im Plus. Jetzt das große Aber: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 20 ist der Fonds nicht gerade auf Schnäppchen-Niveau. Wie schätzen Sie das Rückschlags-Potenzial ein?</strong></p>
<p>Wir sind nach wie vor von einer langfristig positiven Entwicklung in China und Asien überzeugt. Die Unternehmen, auf die wir setzen, zum Beispiel Kweichow Moutai (Spirituosen-Hersteller, Anm. von Envestor), Ping An Insurance (Versicherung) oder auch Midea Group (Klimaanlagen, Haushaltsgeräte) sind jeweils Marktführer. Somit keine Geheimtipps. Die Nachfrage in China nach Dienstleistungen und Produkten dieser Hersteller bleibt hoch und somit sehen wir keine Probleme. Marktschwankungen sind aber natürlich möglich und werden den wirtschaftlichen Aufstieg auch weiter begleiten.</p>
<figure id="attachment_11296" aria-describedby="caption-attachment-11296" style="width: 2200px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/DON_MW-Profil-vor-Bildschirm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11296 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/DON_MW-Profil-vor-Bildschirm.jpg" alt="Michael Weisz (Envestor) im Interview mit Don Amstad (Aberdeen Standard Investments)" width="2200" height="1473" /></a><figcaption id="caption-attachment-11296" class="wp-caption-text">Michael Weisz (Frankfurt) mit Don Amstad (Singapur) im Call</figcaption></figure>
<p><strong>Nun zur abschließenden Frage: Joe Biden wird neuer US-Präsident. Wie wird sich das aus Sicht von Aberdeen Standard Investments auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China auswirken? Wird es einen erkennbaren Unterschied zur Ära Trump geben oder wird es eher das gleiche Spiel mit höflicheren Umgangsformen?</strong></p>
<p>Wir gehen eher davon aus, dass Joe Biden und sein Team den Weg der Konfrontation weiter gehen werden. Die amerikanischen Unternehmen erwarten vom Präsidenten mehr Unterstützung und sehen die Pole Position als weltweit wichtigster Wirtschaftsstandort in Gefahr. Wahrscheinlich wird aber der Umgangston wieder diplomatischer.</p>
<p><strong>Don – ich danke Ihnen ganz herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Bleiben Sie gesund und hoffentlich bis bald!<br />
</strong></p>
<p><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/Donald_Amstad_ASI_135x135_Feb18.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-11272 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/Donald_Amstad_ASI_135x135_Feb18.jpg" alt="Don Amstad von Aberdeen Standard Investments" width="1434" height="1434" /></a></p>
<p><strong>Donald Amstad</strong> ist COO Distribution &amp; Head of Investment Specialists APAC bei Aberdeen Standard Investments in Singapur, wo er seit 2007 arbeitet. Er begann seine Karriere in London bei Nomura (1983-1987), bevor er zu JPMorgan (1987-2001), Bank of America (2001-2004) und JPMorgan Asset Management (2004-2007) wechselte. Don verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung im Asset Management und lebt seit mehr als 20 Jahren in Asien. Er schloss sein Studium am Trinity College Oxford mit einem BA (Hons) in PPE ab.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zu dem im Interview erwähnten neuen Freihandelsabkommen RCEP erhalten Sie in diesem YouTube-Video: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JFkJSwWZYFk">Neue Impulse für den Welthandel mit RCEP.</a></strong></p>
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<figure id="attachment_11298" aria-describedby="caption-attachment-11298" style="width: 872px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://envestor.de/wp-content/uploads/2020/12/Spareffekt-bei-ASI-China-A-Shares.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11298 size-full" src="https://envestor.de/wp-content/uploads/2023/02/Spareffekt-bei-ASI-China-A-Shares.png" alt="Envestor Spareffekt beim ASI China A Shares Fund" width="872" height="505" /></a><figcaption id="caption-attachment-11298" class="wp-caption-text">Spareffekt für Envestor Direkt-Anleger bei einem Anlagebetrag i.H.v. 50.000€ über 10 Jahre, bei einer angenommenen stetigen Wertentwicklung von 6% p.a..</figcaption></figure>
<p><strong>Wichtige Hinweise</strong><span>: </span><span>Der Fonds ist ein OGAW-Fonds unter Luxemburger Recht in Form einer Kapitalanlagegesellschaft mit variablem Grundkapital („SICAV“) und der Rechtsform einer Aktiengesellschaft</span><span> Der Wert von Investitionen und die Erträge aus ihnen können sowohl steigen als auch fallen, und die Anleger erhalten unter Umständen weniger als den investierten Betrag zurück. Die hier enthaltenen Informationen sind nur von allgemeinem Interesse und sollten nicht als ein Angebot, eine Anlageempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel mit Aktien von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten betrachtet werden.</span></p>
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